Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Schlecker-Pleite kostet BA bislang 133 Millionen Euro

Stuttgart/Nürnberg (dpa) Die Insolvenzen der Drogeriekette Schlecker und ihrer Töchter haben die Bundesagentur für Arbeit bislang rund 133 Millionen Euro gekostet. Die Summe setze sich aus Insolvenzgeld und Sozialabgaben für betroffene Mitarbeiter zusammen.

Schlecker-Pleite kostet BA bislang 133 Millionen Euro

Eine Filiale der Drogeriekette Schlecker in Stralsund. Foto: Stefan Sauer

Das sagte eine Sprecherin der Nürnberger Behörde am Freitag der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. Sie bestätigte damit einen Bericht der «Süddeutschen Zeitung». Ein Sonderprogramm für die Umschulung ehemaliger Schlecker-Mitarbeiter hält Agentur-Vorstandsmitglied Raimund Becker für unnötig.

«Wir haben genügend Geld, um den Bedürfnissen der Schlecker-Frauen gerecht zu werden», sagte er der Zeitung. In diesem Jahr stünden noch rund 470 Millionen Euro für alle Antragsteller - also nicht nur für Schlecker-Beschäftigte - zu Umschulungszwecken bereit, wie die Sprecherin erklärte.

Betroffen von der Pleite des einstigen Drogerieriesen sind ihren Angaben nach etwa 26 700 Mitarbeiter bei der Schlecker-Mutter. Auf die Töchter Schlecker XL und Homeshopping entfielen zusammen gut 2900 Betroffene, bei IhrPlatz seien es etwas mehr als 5000. Unklar sei aber, für wie viele Betroffene bereits ein entsprechender Antrag eingegangen sei.

Becker rief in der Zeitung Bund und Länder dazu auf, ihren Streit um die Finanzierung von Umschulungen zu Erzieherinnen und Altenpflegerinnen schnell beizulegen. «Wenn sie sich einigen würden, hätten wir weitaus mehr Spielraum, um Menschen in solche Berufe zu bringen», sagte Becker. Die Agentur bezahlt den Angaben zufolge maximal zwei Jahre, die Ausbildung dauert jedoch drei. Bund und Länder streiten sich darüber, wer für das dritte Jahr aufkommen muss.

«Süddeutsche»-Bericht

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Hälfte der Hertie-Filialen geschlossen

Köln (dpa) Die Hälfte der 50 Häuser der insolventen Warenhauskette Hertie hat am Samstag für immer die Tore geschlossen. Die restlichen Kaufhäuser werden am kommenden Samstag schließen, bestätigte Hertie-Gesamtbetriebsratschef Bernd Horn in Köln.mehr...

Wirtschaft

Lidl: Kundendaten werden angeblich nicht verwendet

Neckarsulm (dpa) Lidl hat nach der Bespitzelungsaffäre beteuert, dass das Bezahlen mit EC-Karte bei dem Discounter sicher ist. «Es erfolgte keine Verwendung von Informationen oder Daten von Kunden», heißt es in einer Zeitungsanzeige vom Montag (7.4.).mehr...

Wirtschaft

Eine Rabattaktion von vielen: Winterschlussverkauf beginnt

Berlin (dpa) - Die gute Nachricht für Schnäppchenjäger zuerst: An diesem Montag startet der Winterschlussverkauf (WSV). Und nun die schlechte: Viele Schnäppchen sind vermutlich längst weg.mehr...

GFK-Daten

Discounter haben 2014 in Deutschland an Boden verloren

Nürnberg Aldi, Lidl und Co. haben nach einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im vergangenen Jahr gegenüber den Supermarktketten wie Edeka oder Rewe spürbar an Boden verloren.mehr...

Internet

Paypal ist meistgenutzte Zahlungsart für Online-Einkauf

KÖLN Online-Einkäufe werden in Deutschland inzwischen häufiger mit dem Online-Bezahldienst Paypal als per Rechnung beglichen. Das geht aus einer Studie des Handelsforschungsinstituts EHI und der Hochschule Aschaffenburg hervor.mehr...