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Hintergrund

Schnelle Hilfe auf der Straße: So funktioniert der eCall

BONN Das EU-Parlament hat Anfang April dafür gestimmt, das neue automatische Notrufsystem eCall ab 2018 in Autos zur Pflicht zu machen. Damit müssen die Autobauer alle neuen Modelle mit der nötigen Technologie ausrüsten. Aber wie funktioniert der eCall eigentlich?

Schnelle Hilfe auf der Straße: So funktioniert der eCall

"SOS"-Knopf auf dem Display eines VW-Bordcomputers: Ab 2018 wird der Autonotruf eCall bei Neufahrzeugen Pflicht.

Bei einem schweren Verkehrsunfall alarmiert das im Auto integrierte System eCall automatisch die Notrufzentrale. eCall übermittelt Standortdaten, Unfallzeitpunkt und andere wichtige Informationen zur nächsten Rettungsleitstelle, in dem es einen 112-Notruf initiiert.

Hilfe auch bei Bewusstlosigkeit

Sobald eCall einen schweren Unfall des Autos, etwa einen Aufprall, wahrnimmt, sendet es einen Notruf ab. Oftmals sind Verletzte bewusstlos und können nicht selbst zum Telefon greifen. "Dabei ist gerade bei Schwerverletzten schnelle Hilfe wichtig", sagt Jacqueline Lacroix vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat.

Das Notrufsystem kann auch manuell ausgelöst werden: Hier muss ein entsprechender Knopf im Auto gedrückt werden. "So können Verletzte, die noch bei Bewusstsein sind, eCall selbst auslösen oder auch Zeugen, die den Insassen zu Hilfe kommen", erklärt Lacroix. In beiden Fällen - also bei automatischer und manueller Auslösung - wird eine Sprachverbindung zwischen Fahrzeug und Rettungsleitstelle aufgebaut. "Es können dann weitere Unfalldetails durchgegeben werden."

Von dpa

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