Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige
Anzeige

Schnelleres Fahren macht Bahn-Fernverkehr nicht pünktlicher

Berlin. Im Fernverkehr kann die Deutsche Bahn ihre Züge allein durch schnelleres Fahren oft nicht pünktlicher machen. Einen Versuch, verlorene Zeit über sehr hohe Geschwindigkeiten auf den Strecken wieder hereinzuholen, stellte sie im Januar nach drei Monaten wieder ein.

Schnelleres Fahren macht Bahn-Fernverkehr nicht pünktlicher

Die roten Rücklichter eines ICE am Hauptbahnhof in München. Foto: Matthias Balk

Zuvor hatte der „Spiegel“ darüber berichtet. Die Lokführer hatten die Aufgabe, auch bei planmäßigem Vorankommen die kürzeste Fahrzeit durch zügiges Fahren anzustreben. Die Auswertung ergab jedoch: Die so gewonnenen Minuten wurden vor den großen Knotenbahnhöfen wieder aufgebraucht.

„Die zügige Fahrweise hat sich nicht dauerhaft positiv auf die Pünktlichkeit ausgewirkt“, hieß es in den Auswertungsberichten. Daher habe man den Test beendet.

Die Bahn mit ihrem 33.400 Kilometer langen Streckennetz, auf dem täglich rund 40.000 Züge verkehrten, sei besonders im Fernverkehr anfällig für Störungen. Diese wirkten sich in dem engmaschig vertakteten System wie in einem Domino-Effekt auf viele Strecken aus, erläuterte der Sprecher. Zu den Störungen zählten Anschläge auf Infrastruktur und Strecken, Personen auf den Gleisen, Bauarbeiten im Schienennetz oder bestimmte Witterungsverhältnisse.

Um die Pünktlichkeit der Züge zu steigern, seien unter anderem sogenannte PlanStart-Teams gebildet worden, die sich an den wichtigsten Knotenbahnhöfen um die planmäßige Abfahrt kümmern. „60 Prozent der verspäteten Abfahrten haben ihren Ursprung an den zehn verkehrsstärksten Bahnhöfen und wirken sich auf das gesamte Netz aus. Mit den Knotenkoordinatoren will die DB erreichen, dass an diesen Bahnhöfen 90 Prozent der Züge im Fernverkehr planmäßig abfahren“, heißt es in einem erläuternden Papier der Bahn.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Behörden werfen auch Daimler Manipulation beim Diesel vor

Stuttgart. Nun also auch Daimler: Im Mercedes-Transporter Vito steckt eine illegale Abschalteinrichtung, sagt das Kraftfahrt-Bundesamt und verlangt einen Rückruf. Der Autobauer will das so aber nicht stehen lassen.mehr...

Wirtschaft

Hornbach baut Online-Geschäft aus

Frankfurt/Neustadt. Immer mehr Heimwerker kaufen ihr Werkzeug oder Bastelmaterial nicht mehr im Baumarkt, sondern ohne Beratung im Netz. Der Baumarktkonzern muss daher viel Geld in den Internethandel stecken. Denn im klassischen Handel halten sich die Deutschen zurück.mehr...

Wirtschaft

Wohnungsbau kommt nur langsam in Schwung

Wiesbaden. Ein Rekord seit Beginn des Jahrtausends reicht nicht: In Deutschland wurden 2017 erneut mehr Wohnungen gebaut. Doch die Nachfrage kann das nicht stillen. Das Ziel der Bundesregierung gerät außer Reichweite.mehr...