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Schnüffelnasen gesucht

APLERBECK Der Johanniter Kreisverband will mit Hilfe der Bürger eine Rettungshundestaffel aufbauen. Dabei ist das Anforderungsprofil für die Hunde im Prinzip recht einfach. Jung, sportlich, nicht zu groß, nicht zu klein und mit einem ausgeprägten Spieltrieb ausgestattet.

von Jörg Bauerfeld

, 22.10.2007

Wenn diese Beschreibung auf ihren vierbeinigen Freund zuhause zutrifft, dann ist er bestens geeignet für die Mitgliedschaft in der ersten Rettungshundestaffel der Johanniter in Nordrhein Westfalen.

"Die Rasse spielt für einen Rettungshund keine Rolle, aber das Alter. Mit der Ausbildung wird idealerweise im Welpenalter (ab 12 Wochen) angefangen. Aber auch Hunde bis vier Jahre sind noch geeignet", sagt Maika Köhle. Auch zu schwer darf ein Exemplar nicht sein, denn "er muss von seinem Besitzer im Notfall getragen werden können", so die erfahrene Hundeführerin, die zusammen mit ihrem Ehemann Lars die neue Staffel am Standort Aplerbeck integrieren will.

Körperliche Fitness

Aber nicht nur der Hund muss bestimmten Anforderungen genügen. Auch Herrchen oder Frauchen sollte neben viel Enthusiasmus (die Arbeit bei den Johannitern ist ehrenamtlich) eine gewisse körperliche Fitness mitbringen. Die ist von Nöten bei der Suche nach vermissten oder verschütteten Menschen. Da darf keiner schlappmachen, wenn es bei Wind und Wetter über Stock und Stein geht - Teamarbeit von Mensch und Hund ist dann gefragt.

Und dieses Teamwork wird geübt, denn bei einem späteren Einsatz muss jeder Befehl sitzen. Der Hund muss sich auf seinen Führer verlassen können und anders herum. "Wir führen die Hunde spielerisch an ihre Aufgaben heran", erklär Lars Köhle. "Es ist am Anfang eine Art Versteckspiel." Dabei wird der Schwierigkeitsgrad immer weiter angehoben - bis zum Aufspüren eines Menschen.

Und natürlich gibt es in der Ausbildungszeit auch haufenweise Leckerchen für die angehenden Rettungshunde, denn "eine Belohnung ist nach guter Arbeit wichtig."

Ein bis zwei Jahre dauert die Ausbildung zum Rettungshund. Gut 10 Wochenstunden müssen der Vierbeiner und sein Besitzer an Zeit investieren. Dabei sind zunächst eine "Schnupperzeit" und ein Eignungstest vorgesehen. "Um zu sehen, ob es für Mensch und Hund auch das Richtige ist", sagt Lars Köhle, der sich zum Ziel gesetzt hat, dass die Rettungsstaffel in ein bis zwei Jahren einsatzbereit ist. Wenn sich genügend Interessenten für diese, für Hund und Mensch interessante Tätigkeit, melden.