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Schönste Verbeugung

BOCHUM Einmal "Rusty" zu spielen, das sei schon immer sein Traum gewesen. Er ging in Erfüllung.

von von Sabine Josten

, 03.08.2008
Schönste Verbeugung

<p>Gab sich ganz locker auf der Pressekonferenz: Kevin Köhler (rechts) mit Choreografin Debbie Hearnden und Skatetrainer Michael Fraley.

Seine größte Angst am Freitagabend vor der Premiere: "Dass ich bei einem der Doppelsprünge hinfalle". Kevin Köhler gab sein Debüt beim "Starlight Express", er hatte die ZDF-Casting-Show um die Rollenbesetzung gewonnen.

Drei Monate harte Arbeit hatte er hinter sich. Zwar hat er bereits in Tanzschulen gelernt, aber die Arbeit auf Rollschuhen ist und bleibt eine große Herausforderung. Köhler übte mit Skatetrainer Michael Fraley jeden Morgen zwei Stunden lang im Einzeltraining. Das ist kein Pappenstiel. "Bei Gruppenübungen entstehen ja zumindest zwischendurch Pausen", lacht Fraley.Viele Talente

Die hatte Köhler nicht - aber er hatte ja auch nicht viel Zeit. Nachdem er sich mit den Skatern angefreundet hatte, lehrte ihn die Choreografin Debbie Hearnden die Abläufe der Show. Beide Trainer zeigten sich zufrieden mit Köhlers Leistungen: "Er brachte viele Talente mit, hat hart gearbeitet und schnell gelernt." Der Tänzer sagt: "Auch wenn es schwer war - ich habe nicht aufgegeben. Ich dachte mir, das ist deine große Möglichkeit, also gib alles." Die Entscheidung seines Sparringspartners, Anna-Maria Schmidt, akzeptiere und bewundere er. "Das war nicht einfach". Schmidt gewann die weibliche Hauptrolle der "Pearl", ist aber laut Starlight Express wegen der "hohen tänzerischen Anforderungen" am 18. Juli zurückgetreten. Sie wolle sich zunächst ihrem Studium widmen.

Bereits als Junge hat Köhler mit seinen Eltern regelmäßig den Starlight Express besucht. "Insgesamt elf Mal", gesteht er auf der Pressekonferenz vor der Show. Und als der 21-jährige aus Oer-Erckenschwick sich für das Vortanzen bei der ZDF-Show angemeldet hatte, wusste er nicht, dass es sich um die Show aus seiner Jugendzeit handelte. "Erst als ich die Frage las: ,Wie gut können Sie Rollschuh fahren?', da schwante mir was." Während er das sagt, wird sein sowieso schon bananenbreites Grinsen weit und weiter.Lob vom Trainer

Nach der Show war der Jungstar euphorisch: Ein unglaubliches Gefühl sei das gewesen. "Super! Toll!!" Bislang hatte er ohne Publikum geübt. "Was die Besucher heute Abend an Energie zurückgegeben haben ...", den Satz lässt er in der Luft hängen. "Die Abschlussverbeugung war bisher die schönste in meinem Leben".

Lob vom Trainer. "Er war sehr nervös, das konnte man sehen", sagt Fraley. Manchmal sei er zu schnell an seinem Platz gewesen. "Aber das sehen wir ihm nach. Wer nervös ist, agiert automatisch schneller - und wenn man dann noch auf Rollschuhen steht ...". Alle Sprünge gestanden, die Premiere bestanden! Rusty lief rund auf den Gleisen.