Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Schöpfer der Bernie-Gunther-Krimis Philip Kerr gestorben

London. Der im schottischen Edinburgh geborene Schriftsteller Philip Kerr galt als akribisch in der Recherche. Das traf auch auf seine Bernie-Gunther-Krimis zu, die im Berlin der Nazi-Zeit und des Kalten Kriegs spielen. Jetzt ist er im Alter von 62 Jahren gestorben.

Schöpfer der Bernie-Gunther-Krimis Philip Kerr gestorben

Philip Kerr wurde in Deutschland vor allem mit der Krimireihe um den Berliner Privatdetektiv Bernie Gunther bekannt. Foto: Esteban Cobo/EFE

Der britische Schriftsteller Philip Kerr ist tot. Das teilte der Rowohlt Verlag am Samstag mit. „Wir trauern um Philip Kerr. Der Autor der Bernie Gunther Reihe und vieler Kinder- und Jugendbücher ist im Alter von 62 Jahren verstorben“, hieß es in einer Twitter-Botschaft des Verlags.

Zuvor hatte bereits der britische Verlag Kerrs, Quercus Books, über den Tod des Autors berichtet. Kerr starb demnach bereits am Freitag. Über die Todesursache war zunächst nichts bekannt.

Der 1956 im schottischen Edinburgh geborene Kerr wurde in Deutschland vor allem mit der Krimireihe um den Berliner Privatdetektiv Bernie Gunther bekannt. Die Romane spielen in der Zeit der Nazi-Diktatur und des Kalten Krieges. Der erste, „March Violets“ (deutscher Titel: Feuer in Berlin), erschien im Jahr 1989. Insgesamt veröffentlichte er rund ein Dutzend Bücher der Reihe. Kerr war auch ein erfolgreicher Kinder- und Jugendbuchautor, unter anderem mit den Fantasy-Büchern „Kinder des Dschinn“. Im Jahr 1997 erhielt er den Deutschen Krimi Preis in der Kategorie International für seinen Roman „Das Wittgenstein-Programm“.

Kerr war dem „Guardian“ zufolge studierter Jurist und hatte vor seiner Karriere als Schriftsteller für verschiedene Werbeagenturen gearbeitet. Er galt als akribisch in seiner Recherche und verbrachte viel Zeit in Berlin, um Stoff für seine Romane zu sammeln. Eigenen Angaben zufolge interessierte er sich dabei aber mehr für die Menschen als für die Geschichte der Stadt. In einem Interview sagte er einmal, er bewundere die Berliner für ihren Hang zur Verweigerungshaltung.

Kerrs Frau, die Autorin Jane Thynne, schrieb auf Twitter: „Ruhe in Frieden geliebter Philip Kerr. Schöpfer des wundervollen Bernie Gunther. Genialer Schriftsteller und über alles geliebter Vater und Ehemann“.

Der schottische Krimi-Autor Ian Rankin zeigte sich betroffen von der Nachricht über Kerrs Tod. „Seine Bernie-Gunther-Romane sind außergewöhnlich, eine Mischung aus großartigem Geschichtenerzählen und brillanter Recherche mit einem glaubhaften (a)moralischen Helden“, schrieb Rankin auf Twitter.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Buch

Schriftsteller Dieter Lattmann gestorben

Berlin/München. Der Schriftsteller Dieter Lattmann ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Dies teilte der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) am Donnerstag in Berlin mit.mehr...

Buch

König ändert Statuten für Literatur-Nobelpreisgremium

Stockholm. Eine Affäre um Belästigung, Korruption und Verrat von Geheimnissen hat Folgen. Wie das schwedische Königshaus mitteilte, sollen nun die jahrhundertealten Statuten des Literaturnobelpreis-Gremiums geändert und Rücktritte von Mitgliedern möglich gemacht werden.mehr...