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Schüler machen eine Reise in die Schul-Vergangenheit

140 Jahre Borbachschule

Feinste Sahnekaramell-Bonbons dürfen die Jungen und Mädchen aus der Borbachschule am kommenden Freitag (15. Juni) ausnahmsweise mal lutschen. Dann feiert die Grundschule ab 15 Uhr mit einem großen Fest ihren 140. Geburtstag.

ANNEN

von Von Susanne Linka

, 11.06.2012
Schüler machen eine Reise in die Schul-Vergangenheit

Ein metallener Stampfer zum Wäsche waschen, ein Radio und ein altes Waffeleisen gehören zu den Ausstellungsgegenständen, die Martina Haag schon für die historische Ausstellung an der Borbachschule zusammengetragen hat.

„So war es früher“ lautet das Motto, das die derzeit 119 Jungen und Mädchen seit gestern in ihrer Projektwoche mit Leben füllen. Unter anderem durch die Herstellung der süßen Leckerei. Angeleitet von ihren neun Lehrern und Lehramtsanwärtern beschäftigen sich die Kinder mit der Sütherlin-Schrift, üben alte Lieder und Tänze ein, sie basteln und lernen Sauerteigbrot zu backen. Am Freitag soll es dann beim Fest richtig altmodisch zugehen: „Ich habe auch die Kinder gebeten, sich ein bisschen nostalgisch anzuziehen“, verrät Schulleiterin Martina Haag. Mädchen mit Zöpfen, Kniestrümpfen, Schürzen und Blusen, Jungs mit akkuratem Scheitel.

„Teilweise sind ihre Eltern und Großeltern schon bei uns zur Schule gegangen“, weiß die Schulleiterin. Das sei wohl mit ein Grund für die große Resonanz auf ihre Bitte an die Schüler, alte Dinge für eine Ausstellung mitzubringen. Alte Waffeleisen, Bücher, ein Radio – vieles brachten die Kinder prompt mit. „Wir haben sie gebeten, die kostbareren Sachen doch lieber wieder mitzunehmen und dann zur Ausstellung beim Schulfest wieder mitzubringen.“ Ein Klassenraum soll diese Gegenstände am Freitag beherbergen. Zur Einstimmung auf die alten Zeiten haben die Klassen schon das Schulmuseum in Dortmund-Marten besucht. 1872 wurde die Borbachschule an der Straße Große Borbach als einzügige Schule eröffnet. „Sie gehört mit zu den ältesten Schulen in der Stadt“, meint Martina Haag.

Damals musste Platz für den Unterricht des Nachwuchses aus den zahlreichen Kötterhausen an der Lange Straße geschaffen werden. Wegen rückläufiger Schülerzahlen ist die Schule auch heute wieder einzügig. Doch das Kollegium blickt darum nicht bang in die Zukunft: „Hier bei uns ist so viel in Bewegung. Für den offenen Ganztag wird möglicherweise bald das Hausmeisterhaus umgebaut“, sagt die Schulleiterin. Sie lädt alle ehemaligen, zukünftigen und andere Interessenten ein, am Freitag beim Schulfest dabei zu sein.