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Schulplan mit Fragezeichen

BOCHUM Einschneidende Veränderung schafft der neue Schulentwicklungsplan für die Primarstufe: Die kath. St. Barbara-Schule wird auslaufen, zehn Grundschulen werden Verbünde eingehen müssen.

von von Joachim Stöwer

, 18.10.2007
Schulplan mit Fragezeichen

<p>Der Protest von Lehren, Kindern und Eltern half nicht: die St. Barbara-Schule wird auslaufen. Grosler</p>

Die CDU stand gestern mit ihrem Antrag, die Schulentwicklungsplanung noch einmal aufzuschieben auf verlorenem Posten, trotz vernünftiger Argumente. "Lassen Sie uns erst das Anmeldeverfahren für 2008 abwarten", forderte die schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Ingrid Borchert. Die Freigabe der Schuleinzugsbereiche könne die ganze Planung zu Makulatur werden lassen - dabei werde der Elternwille übergangen. Beifall gab?s von der Tribüne (u.a. St. Barbara- und Max Greve-Schule).

Borchert würde auch lieber noch den Sozial- und Bildungsbericht abwarten und in die Schulentwicklungsplanung einbeziehen und stellte die Prognosen des Schulverwaltungsamtes zur Schülerentwicklung in Frage.

Weitere Schließungen?

Bei der Koalition stießen die Argumente aber auf verschlossene Ohren. "Wir haben eine Schulentwicklungsplanung für das ganze Stadtgebiet entworfen", verwies Ernst Steinbach (SPD) auf den Grundsatz der flächendeckenden Versorgung und das Prinzip der kurzen Wege - da könne man dann nicht einzelne Schulen für sich betrachten. Sonst wäre die Konsequenz: "Wir müssen weitere Schulen schließen."

Planungssicherheit

Gerade das aber will man vermeiden: "Die Rand- und Insellagen müssen erhalten bleiben", sagt Monika Thünken (Grüne). Und schließlich, so Steinbach, "müssen die Schulleitungen endlich Planungssicherheit haben." Dass man bislang mit dem Schulentwicklungsplan in Bochum trotz vieler Unwägbarkeiten bislang gute Erfahrungen" gemacht habe, gab der Schulausschussvorsitzende Dr. Peter Reinirkens (SPD) zu bedenken.

Dem schloss sich sogar die FDP an - Jens Lücking: "Wir haben jetzt zwei Jahre geplant und diskutiert. Dabei soll es bleiben, wir haben einen vernünftigen Weg gefunden."