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Schuster vor Juve-Spiel «ernsthaft unter Druck»

Frankfurt/Main (dpa) Ausgerechnet im Prestige-Duell mit Juventus Turin schlägt für Bernd Schuster die Stunde der Wahrheit: Der deutsche Fußball-Lehrer von Real Madrid steht nach Angaben der Sportzeitung «As» vor dem Champions-League-Schlager «ernsthaft unter Druck».

Schuster vor Juve-Spiel «ernsthaft unter Druck»

Real Madrids Coach Bernd Schuster ist in der Schusslinie.

Schließlich haben die «Königlichen» die kontinentale Königsklasse in dieser Saison zum Wettbewerb Nummer 1 ausgerufen. Und gegen die wiedererstarkten Turiner will der Tabellendritte der Primera Division in der Gruppe H die 1:2-Schlappe vom ersten Aufeinandertreffen wettmachen. «Das wird ein schweres Spiel, den Beweis dafür haben wir beim Hinspiel erlebt. Jetzt wollen wir nicht nur Revanche nehmen, sondern auch Tabellenführer werden», kündigte Schuster an.

Während bei Turin derzeit Alessandro del Piero ein Weitschuss-Tor nach dem anderen gelingt und der 36 Jahre alte Pavel Nedved wie ein Jungspund aufspielt, ist Schuster in der spanischen Presse verstärkt in die Kritik geraten. Nach dem 1:1 bei UD Almería wurde dem gebürtigen Augsburger vorgehalten, er sei «in die Mauer-Taktik eines Fabio Capello zurückgefallen» («La Razón»). «Wir können uns keine weitere Niederlage leisten», betonte Fabio Cannavaro, der italienische Weltmeister und frühere Turiner im Kader der Spanier.

«Marca» zitierte einen namentlich nicht genannten Real-Spieler: «Gegen Juve müssen wir auf jeden Fall gewinnen, damit die Kritiken nicht weiter anschwellen.» «As» befand, dass Schuster in der vergangenen Saison in Spanien von der Krise des großen Rivalen FC Barcelona profitierte. «Jetzt aber hat Real es mit einem wirklich erstarkten Barça zu tun.» Und nun kommt Juventus, das die Madrider im Champions-League-Endspiel 1998 allerdings mit 1:0 besiegt hatte.

Wenigstens kann Schuster den zuletzt am Knie verletzten Ruud van Nistelrooy einsetzen, der in dieser Saison auf europäischer Ebene in jedem Spiel traf. Auch Innenverteidiger Pepe ist wieder fit. Das bedeutet, dass Christoph Metzelder nicht zum 19-köpfigen Kader gehört und nur auf der Tribüne sitzt. «Wir gewinnen 2:0, mit Toren von Raúl und Ruud», glaubt Cannavaro.

Der englische Meister und Champions-League-Sieger Manchester United reist in der Gruppe E nach einem 3:0 im Hinspiel mit viel Selbstvertrauen zu Celtic Glasgow mit dem deutschen Nationalspieler Andreas Hinkel. Allerdings sind die «Red Devils» gewarnt: 2006 dominierte United im Celtic Park, verlor aber in der Schlussphase dennoch mit 0:1. Mittelfeld-Routinier Ryan Giggs, der sich schon auf die «Weißglut-Atmosphäre» im Stadion des schottischen Tabellenführers freut, appellierte deshalb an seine Kollegen: «Wir müssen unsere Chancen nutzen, sonst werden wir bestraft.»

Gut möglich, dass Coach Sir Alex Ferguson einige Stammspieler schont, weil sein Team am Samstag zum Liga-Spitzenspiel beim FC Arsenal antritt. Obwohl der Club aus Nord-London in Istanbul Fenerbahce mit 5:2 schwindelig spielte, ist die Stimmung derzeit nicht gerade überschwänglich. In der Premier League ließen die «Gunners» beim 4:4 zu Hause gegen Erzrivalen Tottenham Hotspur und einer peinlichen 1:2-Schlappe bei Aufsteiger Stoke City fünf Punkte liegen. Trainer Arsène Wenger erwartet nun eine deutliche Reaktion seiner Mannschaft. «Es gibt keine besseren Spiele, um wieder zurück zu kommen, Selbstvertrauen zu gewinnen und unsere Klasse zu zeigen», sagte der französische Coach.

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