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Schweden will «zweite Chance» gegen Deutschland nutzen

Stockholm (dpa) Nach drei Unentschieden in der Vorrunde standen die Schwedinnen schon kurz vor dem WM-Aus. Dank brasilianischer Schützenhilfe schafften sie es als Gruppen-Dritte mit Ach und Krach ins Achtelfinale. Gegen Deutschland wollen sie nun ihre «zweite Chance» nutzen.

Schweden will «zweite Chance» gegen Deutschland nutzen

Pia Sundhage verspürt nach überstandener Vorrunde einen «Energie-Kick». Foto: Mike Sturk

Für Schwedens Fußballerinnen ist das WM-Achtelfinale gegen Deutschland eine zweite Chance. Trainerin Pia Sundhage will den «Energie-Kick» nutzen und verbreitet vor dem Duell am Samstag (22.00 Uhr MESZ) in Ottawa Zuversicht.

«Wir haben neue Energie und eine zweite Chance bekommen. Wir werden es den Deutschen so schwer wir möglich machen», meinte Sundhage und klagte: «Sie haben einen viel leichteren Weg gehabt. Wir mussten kämpfen, haben Druck gespürt. Jetzt werden sie den Druck spüren.»

Als Raquel Fernandes das späte 1:0 für Brasilien gegen Costa Rica schoss und Schweden damit ins Achtelfinale verhalf, war der Jubel im «Drei-Kronen-Team» groß. Die meisten Spielerinnen hatten die Partie auf dem Hotel-Zimmer von Lisa Dahlkvist und Linda Sembrant verfolgt. Die in der Gruppenphase sieglose Elf rutschte als viertbester Gruppen-Dritter gerade noch in die K.o.-Runde. In einer improvisierten Mixed Zone im Teamquartier in Winnipeg zeigten sich die Spielerinnen nach der Zitterpartie total erleichtert.

«Ich habe ein gutes Gefühl. Gegen die Deutschen gibt es immer ausgeglichene Spiele. Unser Selbstvertrauen wächst mit jedem Mal, wenn wir gegen sie spielen», sagte Kosovare Asllani vom Champions-League-Finalisten Paris Saint-Germain. Sie hatte sich mit ihrer Trainerin angelegt, weil diese sie beim 1:1 im letzten Gruppenspiel gegen Australien erst in der Schlussphase eingewechselt hatte. Zuvor beim 0:0 gegen die USA saß Offensivspielerin Asllani 90 Minuten auf der Bank, zum Auftakt beim 3:3 gegen Nigeria hatte Sundhage sie schon nach 45 Minuten vom Platz geholt.

«Wir haben nichts zu verlieren. Wir müssen nur da rausgehen und spielen», meinte Rekordnationalspielerin Therese Sjögran. «Wir wissen, dass wir Deutschland schlagen können.» Dafür müssten die Spielerinnen aber über sich hinauswachsen. «Wenn wir genug Mut aufbringen und uns zusammenreißen, können wir weit kommen», erklärte die 38-Jährige, die in den vergangen Jahren beim FC Rosengard in Malmö Teamkollegin von DFB-Angreiferin Anja Mittag war.

Caroline Seger ist mit der Wolfsburger Innenverteidigerin Nilla Fischer für den schwedischen Spielaufbau aus der Tiefe verantwortlich. Seger stichelte gegen das DFB-Team: «In der Abwehr sind sie etwas langsam, auch wenn es gute Spielerinnen sind. Sie haben Respekt vor unseren schnellen Angreiferinnen.» Es klingt wie das Pfeifen im Walde. Denn in den vergangenen Jahren versagte Schweden immer, wenn es gegen Deutschland um etwas ging.

Auch Starstürmerin Lotta Schelin (153 Länderspiele/80 Tore) vom französischen Meister Olympique Lyon konnte bei der WM noch keine Akzente setzen. Dafür spielte sich die quirlige Sofia Jakobsson ins Rampenlicht. Die 25-Jährige aus dem nordschwedischen Örnskjöldsvik ist eine variable Offensivspielerin. Seit 2011 kickt sie für die Nationalelf, wechselte damals von Umea IK spektakulär zum WFC Rossijanka in die Nähe von Moskau.

Doch in Russland wurde Jakobsson nicht glücklich. Nach einem Intermezzo beim FC Chelsea verschlug es sie 2013/2014 in die Bundesliga zum FC Cloppenburg, stieg mit dem Club aber ab. In der französische Liga bei Montpellier blühte sie nun wieder auf und ist in Topform. Auf die Nummer 10 im schwedischen Team sollte die deutsche Defensive also besonders achtgeben.

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