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Schwedenheim: Workshop fördert musikalisches Interesse

WITTEN Einmal wie Justin Timberlake oder Madonna einen Welthit aufnehmen - der Traum vieler Jugendlicher. Für die Teilnehmer der Multimedia-Werkstatt im Jugendzentrum Schwedenheim ist er zumindest ein bisschen näher gerückt.

von Von Laura Collmann

, 05.08.2008
Schwedenheim: Workshop fördert musikalisches Interesse

Nils und Yannick fühlen sich zumindest ein bisschen wie Rockstars.

„Achtung Aufnahme“, schallt es durch den Technikraum. Schlagartig wird es leise. Gespannt lauschen die 14 Jungen und Mädchen im Alter von zwölf bis 15 Jahren dem Gesang aus dem Tonstudio.

Die Jugendlichen arbeiten diese Woche unter dem Motto „Make Hits“ im Ferienworkshop täglich mit dem Diplompädagogen und Projektleiter Matthias Koch (48) zusammen. Gerade nimmt eine Gruppe „Bleeding Love“ von Pop-Sängerin Leona Lewis auf. „Ich singe in meiner Freizeit total gerne“, erzählt die 12-jährige Carolin und fügt grinsend hinzu: „Bei SingStar übe ich immer.“

Neben dem Spaß, der natürlich an erster Stelle stehe, sei es auch wichtig, den Jugendlichen die Härte und Ernsthaftigkeit des Musikgeschäfts zu vermitteln, erklärt Matthias Koch. „Sie sollen ihre stimmlichen Möglichkeiten und Grenzen erfahren“, so der Projektleiter. Gleichzeitig können sie ihren Idolen nacheifern. Nils (15), einer der drei männlichen Teilnehmer des Workshops, mag zum Beispiel den deutschen Rapper Sido, dessen Song „Augen auf“ er mit den beiden 12-Jährigen Alex und Yannick einübt: „Ich mag die Art, wie er den Leuten seine Musik vermittelt“. Wenn‘s mit der Ausbildung nicht klappt, könne sich Nils auch vorstellen, später professionell Musik zu machen.

Eine gute Stimme allein macht jedoch noch keinen Star. Das weiß auch Marion Heinrichs, die gemeinsam mit Matthias Koch und Tontechniker Daniel Kammann (31) das Betreuerteam für die Jugendlichen bildet. Sich über Gestik und Mimik artikulieren zu können müsse ebenfalls geübt und erlernt werden. Am Ende der Woche erhalten die Teilnehmer eine eigene CD. Dass den Jugendlichen der Workshop gefällt, beweist die rege Teilnahme. „Einige sind nicht zum ersten Mal hier“, freut sich Matthias Koch. Wer weiß, vielleicht wird aus dem ein oder anderen ja mal ein großer Star.