Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Schwerer Wintersturm an der US-Ostküste

Washington. Überschwemmungen, Flugausfälle, Haushalte ohne Strom und mehrere Tote: Was US-Meteorologen einen „Bombenzyklon“ nennen, stellt die Ostküste der USA vor einige Probleme. Der Sturm ist einer der schwersten seit Jahren.

Schwerer Wintersturm an der US-Ostküste

Die Independence Hall in Philadelphia. Ein schwerer Wintersturm hält die US-Ostküste in seinem Griff: Mit Orkanböen und teils heftigen Niederschlägen hat der Sturm bereits zu Überschwemmungen und erheblichen Beeinträchtigungen des Alltags geführt. Foto: Tim Tai

Ein schwerer Wintersturm an der US-Ostküste hat laut Medienberichten mindestens fünf Menschen das Leben gekostet. Mit Orkanböen und teils heftigen Niederschlägen setzte er seit Freitag ganze Küstenzonen unter Wasser.

Mehr als 3300 Flüge wurden gestrichen, mehr als eine Million Menschen waren ohne Strom. Besonders betroffen von Starkregen und Schneefall waren die Bundesstaaten Massachusetts, New Jersey und Virginia. Teile der Stadt Boston und kleinere Küstenorte waren überschwemmt.

Meterhohe Wellen schlugen in Küstenorten gegen die Hafenbefestigungen. Alle Staaten von Virginia bis hinauf nach Maine hatten mit dem Sturm zu kämpfen. Im Norden des Bundesstaates New York, an der Grenze zu Kanada, fielen mehr als 30 Zentimeter Schnee.

Die Behörden riefen die Menschen dringend dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen. Der Wetterdienst nannte den Sturm für einige Gebiete Neuenglands ein „Ereignis auf Leben und Tod“. „Sitzt den Sturm nicht aus, wenn ihr aufgefordert werdet zu räumen“, warnte der Gouverneur von Massachusetts, Charlie Baker, die Bevölkerung.

Der ungewöhnlich lange Sturm dauerte Samstag noch an. Der Sender CNN berichtete, dass fünf Menschen von umstürzenden Bäumen erschlagen wurden, ein Mann und ein Jugendlicher in Virginia, eine Frau in Maryland, ein Junge im Staat New York und ein Mann in Rhode Island. In Boston paddelten Menschen auf Kajaks durch die Straßen. Im Nachbarort Quincy brachten Rettungskräfte 50 Menschen ins Sicherheit.

Das Unternehmen Amtrak stellte an der Ostküste den Zugverkehr ein. Viele Schulen blieben geschlossen. Autos, Dächer und Gerüste wurden beschädigt, so etwa in der Ortschaft Scituate. Dort drang das Wasser bis in die Innenstadt vor.

US-Präsident Donald Trump konnte eine geplante Dienstreise nicht wie üblich vom Militärflughafen Andrews antreten, weil dort die Startbahn in ungünstiger Richtung für den sehr starken Wind liegt. Seine Kolonne wurde zum Flughafen Dulles International umgeleitet. Auch der Schiffsverkehr litt - die Einfahrt in die Chesapeake-Bucht, der Weg vom offenen Atlantik zum bedeutenden Container-Hafen in Baltimore blieb teilweise gesperrt.

In der Hauptstadt Washington waren am Freitag Museen, der Zoo und öffentliche Gebäude wegen des Wetters geschlossen, zahlreiche Regierungsbedienstete blieben zuhause. Bei diesem Sturm handelt es sich für Meteorologen um das Wetterphänomen einer „Bombogenese“. Das beschreibt die rapide Verstärkung eines Tiefs, laut US-Wetterbehörde NOAA liegt das am Aufeinanderprallen sehr kalter mit warmen Luftmassen. Für die Entladung wählen manche Meteorologen das Bild einer Bombe oder eines „Bombenzyklons“. Schon Anfang Januar war die nordamerikanische Ostküste von einem Wintersturm heimgesucht worden.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Panorama

Stress im Berufsverkehr: eine Typologie der Radfahrer

München. Autofahrer, Lieferanten, Fußgänger, Baustellen - die Hindernisse auf dem Weg eines Radfahrers sind vielseitig. Dabei machen die Artgenossen mindestens genauso viele Probleme.mehr...

Panorama

Polizei nimmt Todesschützen von Nashville fest

Nashville. Mitten in der Nacht feuert ein Mann auf die Gäste in einem Fast-Food-Restaurant bei Nashville. 36 Stunden später ist die Flucht des Schützen vorbei. In einem Waldgebiet ergibt er sich.mehr...

Panorama

Mann erschießt vier Menschen bei Nashville in Tennessee

Nashville. Vier Menschen sterben, als ein Mann in den USA in einem Restaurant das Feuer eröffnet. Die Polizei sagt, es hätte noch viel mehr passieren können - hätte nicht ein mutiger Kunde eingegriffen.mehr...

Panorama

April-Sommer legt ab Montag den Rückwärtsgang ein

Offenbach. Der verfrühte Sommer legt in den kommenden Tagen spürbar den Rückwärtsgang ein. Mit dem Start in die neue Woche gehen die Temperaturen immer weiter zurück, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.mehr...

Panorama

Zwangspause für Hunderte Flugzeuge nach Triebwerksexplosion

Philadelphia/Frankfurt. Ein Vorfall wie der an der Bord der Southwest-Airlines-Maschine darf sich nicht wiederholen, das ist klar: Ein Triebwerk explodierte, beinahe wurde eine Frau aus einem geborstenen Fenster gesogen. Jetzt sollen Hunderte Maschinen zur Wartung am Boden bleiben.mehr...