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100 Wohnungen auf dem Allwetterbad-Gelände

GWG beantragt Bebauungsplan für Schwerter FAB-Grundstück

Als ein Filetstück hatte die Kämmerei das Grundstück des ehemaligen Freizeit- und Allwetterbades einst bezeichnet. Es erwies sich allerdings dann doch eher als ein Ladenhüter. Jetzt gibt es Pläne für eine Bebauung. Doch die sind nicht ganz neu.

Schwerte

, 15.06.2018
100 Wohnungen auf dem Allwetterbad-Gelände

Rechts vom Sportplatz Schützenhof liegt das ehemalige Gelände des Freizeit- und Allwetterbades. Dort will die GWG eine neue Siedlung errichten. Über ihren Antrag berät der Planungsausschuss am Mittwoch. © Oskar_Neubauer


Einen Hauskomplex mit 100 Wohnungen will die Wohnungsbaugenossenschaft GWG auf dem Grundstück des ehemaligen Freizeit- und Allwetterbades bauen. Die dreieinhalbgeschossigen Häuser sollen etwa einen Hektar der insgesamt 2,3 Hektar großen Grundstücksfläche ausmachen. Der Planungsausschuss am Mittwoch berät über die Aufstellung des dafür notwendigen Bebauungsplans.

Ende 2009 war Schluss mit dem Freizeit- und Allwetterbad in Schwerte. Der Rat hatte die Schließung des hochdefizitären Bades beschlossen. Der Versuch zunächst das Bad, dann das Gelände an ein geeignetes Nachfolgeunternehmen zu verkaufen scheiterte. Immer wieder traten zwar Interessenten auf, die erwiesen sich nach Einschätzung der Stadt aber als nicht besonders seriös.

2015 sollte Gelände Grünfläche werden

2015 beschloss der Rat, das Gelände ruhen zu lassen, zu renaturieren und in die Ruhr-auen einzugliedern. Schon damals wünschte sich die SPD, dort Wohnbebauung zuzulassen, unterlag aber bei der Abstimmung. Schon damals hatte die GWG ihr Interesse bekundet.

Ende desselben Jahres revidierte man den Renaturierungsbeschluss und plante dort in der heißen Phase des Flüchtlingszustroms, eine Siedlung für Flüchtlinge zu bauen. Doch als die Planungen sich hinzogen und der Flüchtlingszuzug immer geringer wurde, nahm man Abstand von den Plänen.

Kompakte Bebauung

Jetzt kehren die Pläne der Wohnungsgenossenschaft wieder auf die Tagesordnung der Ratsmitglieder zurück. Die legte nämlich jetzt erste Pläne vor, was man sich auf dem Gelände vorstellen könne.

So berichteten wir bisher

Und das ist eine kompakte Bebauung, schließlich ist nur ein Teil des gesamten Grundstücks nutzbar. Der Rest gilt als mögliches Überflutungsgebiet und muss Grünland bleiben.

Die Pläne der GWG sehen eine Erschließung des neuen Quartiers durch den kleinen Arm der Schützestraße, der zum Schützenhof führt, vor. Das Gebäude soll mit einer Tiefgarage versehen sein, die laut Ratsvorlage auch als Puffer der darüber gelegenen Wohnungen vor Hochwasserdienen kann.

Flächennutzungsplan ändern

Im Flächennutzungsplan ist der Bereich des ehemaligen Freizeit- und Allwetterbades noch als Grünfläche eingezeichnet, darauf weist Stadtplaner Adrian Mork in seiner Vorlage für den Planungsausschuss hin. Mit der Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens müsste also auch der Flächennutzungsplan geändert werden.

50 Prozent Sozialwohnungen

Die GWG ist auch der Eigentümer der benachbarten Siedlung auf der anderen Straßenseite der Schützenstraße und baut derzeit an der gegenüberliegenden Lohbachstraße 52 neue Wohnungen.

Auf dem Gelände des ehemaligen FAB sollen sowohl Sozialwohnungen, als auch frei vermarktete Wohnungen entstehen. „Mindestens 50 Prozent der Wohnungen sollen sozialer Wohnraum sein“, wusste Dieter Reichwald vom Mieterverein, der auch für die Linke im Rat sitzt.

Das Versprechen auch sozialen Wohnraum auf dem Gelände zu schaffen, hatte auch die SPD und die Linke dazu bewegt, die Pläne für eine Wohnbebauung des Grundstücks zu unterstützen.

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