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300 Jahre altes Haus in Eigenregie renoviert

Denkmalschutz

SCHWERTE Wer ein Haus in der Altstadt hat, braucht entweder viel Geld oder gute Nachbarn. Heinz-Jürgen Elosge setzt auf die Nachbarschaftshilfe. Seit einigen Wochen renoviert er sein über 300 Jahre altes Haus in der Kötterbachstraße. Kräftig unterstützt von den Nachbarn.

von Von Heiko Mühlbauer

, 02.08.2010
300 Jahre altes Haus in Eigenregie renoviert

Heinz-Jürgen Elosge repariert zusammen mit seinem Nachbar Klaus Justus sein 300 Jahre altes Fachwerkhaus.

Allen voran Klaus Justus. Der Rentner, selbst Besitzer eines alten Fachwerkhauses, steht seinen Nachbarn mit Rat und Tat zur Seite. Bei Elosge müssen beschädigtes Gefach repariert, Balken ausgefugt und vor allem neu verputzt und gestrichen werden. Reichlich viel Arbeit, wenn man das in Eigenregie schaffen will. Seit 300 Jahren ist das Fachwerkhaus in Familienbesitz. 100 Quadratmeter Wohnfläche und kein Keller. Lange wurde nichts gemacht. Nicht zuletzt, weil das Haus dort steht, wo die Stadtoberen einst die Südumgehung planten. Die sollte quer durch die Altstadt führen.

„Viele Häuser mussten auch deshalb gründlich renoviert werden, weil sie in der Nachkriegszeit eher notdürftig geflickt wurden“, weiß Elosge. Während heute der Denkmalschutz genau drauf achtet, das alles wieder original hergestellt wird, nahm man damals, was vorhanden war. „Die Kosten für die Renovierung blieben letztlich am Besitzer hängen“, weiß Justus. Denn die Töpfe, aus denen es früher Zuschüsse gab, sind heute überwiegend versiegt.

Dennoch, mit der Denkmalbeauftragten der Stadt habe die Zusammenarbeit reibungslos geklappt, erzählen die Nachbarn. Lediglich im Giebel, da hätte Elosge statt der kleinen Holzverkleidung gerne Schiefer angebracht, weil der länger hält. Das wurde aber nicht genehmigt. 

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