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700 Haushalte in Villigst am Samstag ohne Strom

Technischer Defekt

Kein Bild, kein Ton im Fernseher. Für viele Villigster Fußballfans war am Samstagabend das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 schon vor dem Halbzeitpfiff vorbei, als um 19.06 Uhr der Strom ausfiel. 700 Haushalte waren betroffen. Und zwei Feuerwehr-Einsätze gab es auch.

VILLIGST

, 31.10.2016
700 Haushalte in Villigst am Samstag ohne Strom

Im Umspannwerk an der Liethstraße mit Stadtwerke-Prokurist Martin Keller.

Dunkel wurde es nach Auskunft der Stadtwerke in rund 700 Haushalten, die von 14 Stromhäuschen in den Straßen aus versorgt werden. Ursache war ein technischer Defekt im Umspannwerk an der Unteren Meischede, wo der vom Garenfelder Umspannwerk ankommende Strom auf die sogenannte Mittelspannung von 10.000 Volt reduziert wird. „Es gab einen Kurzschluss im Bereich einer Schaltanlage“, berichtete am Montag der Prokurist der Stromversorgung, Martin Keller. 

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Durch den Kurzschluss kam es zu einer Rauchentwicklung, so dass um 21.22 Uhr die Feuerwehr alarmiert wurde. Die Einsatzkräfte brauchten das Gebäude allerdings nur zu lüften, damit die Monteure gefahrlos arbeiten konnten. Bei der Fehlersuche – so Keller weiter – habe sich dann aber in einem Steuerschrank ein kleiner Schwelbrand entwickelt. Deshalb rückte die Feuerwehr um 1.47 Uhr am Sonntagmorgen noch einmal aus.

Im Einsatz waren die Hauptamtliche Wache und der Löschzug Schwerte-Mitte. Ihre Fahrzeuge sind für derartige Fälle standardmäßig mit CO2-Löschern ausgestattet. Die sehen aus wie normale Feuerlöscher und sind nur mit einem anderen Inhalt gefüllt.

Einige Haushalte waren früher wieder am Netz

Unterdessen hatten Mitarbeiter der Stadtwerke die Versorgung der Villigster auf andere Kabel umgeschaltet. Die ersten Haushalte seien um 20.04 Uhr wieder am Netz gewesen, teilte der Leiter der Stromversorgung, Matthias Becker, mit: „Die letzten vier Stationen waren ca. um 21.20 Uhr wieder unter Spannung.“

Stromlos geschaltet war dagegen das von dem Kurzschluss betroffene Feld in der Schaltanlage des Umspannwerks. Nach dem Umschalten der Versorgung werde es derzeit nicht benötigt, erläuterte Keller: „Welchen Aufwand die Reparatur erfordern wird, müssen wir noch eruieren.“

Bei der Untersuchung erhielten die Stadtwerke-Mitarbeiter am Montag Unterstützung vom Hagener Versorger Enervie, der aus der früheren Elektromark hervorgegangen ist. Von diesem Unternehmen hatten die Stadtwerke die Anlage vor einigen Jahren übernommen. „Die Enervie-Spezialisten gucken, ob es Ersatzteile gibt“, sagte Keller.

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