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Arbeiter müssen dorthin hinabsteigen, wo sich Schwertes Abwasser sammelt

Sanierung

Seit 1925 wabert hier das Abwasser aus fast der ganzen Stadt Schwerte: im 280 Meter Endstück des Kanalsystems vor der Kläranlage. Im August müssen Arbeiter dorthin. Zum Sanieren.

Schwerte

, 03.08.2018
Arbeiter müssen dorthin hinabsteigen, wo sich Schwertes Abwasser sammelt

Alles Abwasser der Stadt von Holzen über die Heide bis zum Gänsewinkel fließt auf den letzten 280 Metern durch den mannshohen Hauptsammler zur Kläranlage. © Foto: SEG

In die mannshohe Betonröhre hinabsteigen möchte keiner freiwillig. Das Abwasser aus fast der ganzen Stadt wabert seit 1925 durch den 280 Meter langen Hauptsammler des Kanalsystems vor der Kläranlage an der Meischede. Ab Ende des Monates müssen Bauarbeiter hinein, um die dringend nötige Sanierung in Angriff zu nehmen.

„Am 20. August wird angefangen mit der Baustelleneinrichtung“, kündigt Markus Borchert, Prokurist der Stadtentwässerung (SEG), an. In Höhe des Hauses Hagener Straße 61, schräg gegenüber vom Hammer-Markt, wird das Rohr in einer großen Baugrube freigelegt. Um einen Einstieg freizumachen, wird dann die Haube des Kanals aufgeschnitten. Der muss natürlich für die Maßnahme trockengelegt werden. Das Abwasser wird durch ein 50 Zentimeter dickes Saugrohr in einen anderen Kanal umgeleitet, der das Hoeschwerk mit der Kläranlage verbindet. „Bis zu 400 Litern pro Sekunde“, sagt Borchert.

Wie lange wird gebaut? Gibt es Auswirkungen auf den Verkehr?

Acht Monate Bauzeit sind für das Projekt kalkuliert, wie der SEG-Prokurist erklärt. Zuerst werden Wände und Sohle in Richtung Klärwerk saniert, anschließend in einem zweiten Abschnitt der Rest in Richtung Beckestraße. Genaue Zeitvorgaben kann man nicht machen, da keiner weiß, wie hart der Beton ist, der abgestemmt werden muss.

Der Verkehr auf der Hagener Straße soll auf etwas verschwenkten Fahrbahnen an der Baustelle vorbeifließen können. Auch wenn schließlich die Hagener Straße gequert und aufgerissen werden muss, möchte Borchert in der Regel ohne Baustellenampel auskommen.

Bis zum 20. April 2019 hat die Stadt der SEG die Einengung der Hagener Straße genehmigt. Dann schlägt auch das letzte Stündchen für den Hoesch-Kanal. Er wird an der Beckestraße an den Hauptsammler angeschlossen, der seine Aufgabe künftig mit übernehmen wird. Damit verschwindet nicht nur eine überflüssige Querung der beiden Kanäle. Das Hoesch-Rohr verläuft auch unter Wohnhäusern hindurch. Deshalb wird es mit Beton verfüllt.

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