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BUND warnt massiv vor Bebauung des Speckbergs

Westhofener Bauprojekt

Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) hält den Westhofener Speckberg als Wohngebiet nicht für geeignet und warnt vor Gesundheitsrisiken im Fall einer Bebauung. In einer Mitteilung hat die Organisation massive Bedenken gegen das in Schwerte ohnehin umstrittene Projekt geäußert - und den Planern "Schönfärberei" vorgeworfen.

WESTHOFEN

, 27.04.2017
BUND warnt massiv vor Bebauung des Speckbergs

Der Speckberg in Westhofen ist heute noch eine Grünfläche. Eine Büro aus Düsseldorf plant hier für eine Eigenheimsiedlung.

Frank Weissenberg von der Kreisgruppe Unna teilte seine Bedenken am Mittwoch in einer Pressemitteilung' type='' href='http://www.bund-schwerte.de/ mit - der Speckberg sei zu laut für eine Wohnbebauung: „Daran kann auch der Einsatz eines Walles oder passiver Lärmschutzmaßnahmen kaum etwas ändern. Dazu ist die Lärmbelastung durch Autobahn und Eisenbahnlinie bereits heute zu hoch.“

Zwar klinge das Konzept mit einem Schutzwall im ersten Augenblick interessant, doch selbst die Abschirmung in Form des anvisierten Walles' id='3227630' tag='' type='Artikel helfe nur bedingt: „Zwei Linienlärmquellen aus unterschiedlichen Richtungen und die exponierte Lage machen die Situation für eine Lärmminderung komplex. Beispielsweise bringt die Abschirmung durch Glas eine Reflexionswirkung für die andere Seite mit sich. Ob sich die erforderliche Lärmminderung auch tatsächlich erreichen lässt, erscheint sehr fragwürdig.“

"Moralisch fragwürdig"

Mit den Argumenten der Planer für die Bebauung geht Weissenberg hart ins Gericht: „Man darf sich nicht von Schönfärberei und halben Wahrheiten täuschen lassen. Konzipiert ist hier ein Bauprojekt mit minderwertiger Lebensqualität, das argumentativ gern als weitere Abschirmung für die bereits existierende Bebauung missbraucht wird. Das hat Masche, ist aber moralisch fragwürdig. Die Wallbauten wären streng nach den Schutzanforderungen ringförmig wie eine Festung zu gestalten. Eine Einschränkung, wie sie in stark verlärmten Innenstädten vonnöten ist.“

Die Stadt habe die Pflicht, die Bewohner vor Schäden zu bewahren und sei nicht gezwungen, Investoreninteressen umzusetzen. Lärm sei immer noch ein unterschätztes Gesundheitsrisiko. Für Schwerte gebe es bessere und gesündere Orte für eine Wohnbebauung. Weissenberg: „Insofern besteht überhaupt keine Notwendigkeit, sich auf ein solches Wagnis einzulassen. Der Schutz der menschlichen Gesundheit muss Vorrang haben.“

Initiative will juristische Beratung in Anspruch nehmen

Die Initiative Speckberg hatte derweil ihre für Mittwochabend geplante Informationsveranstaltung abgesagt. „Leider sehen wir uns aufgrund aktueller Entwicklungen gezwungen, zunächst juristische Beratung in Anspruch zu nehmen“, teilte ein Sprecher der Initiative mit.

Wolfgang Glate, von dem der Düsseldorfer Investor nach einem Leserbrief in den Ruhr Nachrichten eine Unterlassungserklärung verlangt hat, erklärte am Mittwoch auf Anfrage, er habe bisher keine Post von Dieter Bohne oder seinen Anwälten bekommen.

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