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Bahnhof Westhofen: Vom Schandfleck zur guten Adresse

WESTHOFEN Der Fensterbahnhof, in den letzten Jahren ein eher unansehnliches Gebäude, wird saniert. Die ersten Mieter sind schon drin.

von von Anne Petersohn

, 01.08.2008
Bahnhof Westhofen: Vom Schandfleck zur guten Adresse

Bürgermeister Heinrich Böckelühr (Mitte) lobte gestern das Engagement von Rolf Hohmann (hi.li.) und Michael Pfingsten (hi.re.). Uwe Rusch und Uta Dudek sind neue Mieter.

Holzdielen mit bunten Farbklecksen stoßen an edles Laminat. Hinter der Türschwelle tut sich ein neuer Raum auf – hell und lichtdurchflutet. Vieles hat sich verändert im Fensterbahnhof Westhofen, auch hier, in der ersten Etage. Rolf Hohmann und Michael Pfingsten haben das historische Gebäude Ende letzten Jahres gekauft und jetzt mit einem neuen Anstrich versehen. Wo vorher heruntergekommener Wohnraum war, haben die beiden Schwerter ein erstes Firmenbüro geschaffen – und gleich begeisterte Abnehmer gefunden.

„Was hier entstanden ist, finden wir sensationell“, urteilt Uwe Rusch, der mit den Unternehmen advantegy und Net-Well Consult als Mieter in die neuen Räume eingezogen ist. Gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin Uta Dudek hat Rusch den Sitz der Firma von Fröndenberg nach Westhofen verlegt. „Das Gebäude und das Konzept haben uns überzeugt“, sagt Uta Dudek. Ihre Firmenaktivitäten werden die beiden ab sofort auf Westhofen konzentrieren: Net-Well Consult entwickelt Vertriebs- und Marketing-Aktivitäten für Unternehmen; advantegy hilft Firmen bei der Optimierung ihrer Geschäftsprozesse und in Sicherheitsfragen. Mit dem offiziellen Einzug in Westhofen sind drei Arbeitsplätze entstanden. „Und wir planen, weiter zu wachsen. Möglicherweise nehmen wir dann weitere Räume in Anspruch.“

Fast 500 Quadratmeter Wohnraum sind jetzt noch übrig. Rolf Hohmann und Michael Pfingsten wollen auch diese Räume renovieren. „Wir könnten noch bis zu fünf weitere Firmen hier ansiedeln“, so Pfingsten. Ganz bewusst warte man mit der Renovierung auf weitere Interessenten. „Dann können wir die Räume an die Wünsche der Mieter anpassen.“ So solle langfristig ein Firmenzentrum entstehen, in dem sich die Partner gegenseitig unterstützen und voneinander profitieren könnten. Damit würde auch ein lang gehegter Traum von Rolf Hohmann in Erfüllung gehen. „Er ist Westhofener und hatte schon immer vor, den Bahnhof zu kaufen“, sagt Michael Pfingsten. Anfangs wollten die beiden Firmen-Inhaber das Gebäude als Lager nutzen. „Doch dann haben wir bemerkt, dass es dafür viel zu schön ist.“ So sei man schließlich auf die Renovierungspläne gestoßen – und von denen profitiere auch der Stadtteil: Als neu gestalteter Eingangspunkt hinterlasse der Fensterbahnhof bei Besuchern einen guten Eindruck. „Früher war er immer ein Schandfleck“, so Pfingsten. Die weitere Gestaltung des Fensterbahnhofs soll am 18. Oktober mit einer offiziellen Feier gefeiert werden. Unter dem Motto „WestOfen in Flammen“ können die Besucher an diesem Tag ab 18.30 Uhr die neu gestaltete Fassade und die Außenanlagen bestaunen. „Außerdem kommt die alte Bahnhofsuhr frisch saniert zurück“, verspricht Michael Pfingsten.

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