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Bei Hundhausen löste ein defekter Hydraulikschlauch ein Großfeuer aus

Feuerwehreinsatz

Bei der Gießerei Hundhausen in Schwerte hat es am Donnerstag einen großen Brand gegeben: Zehn Meter hohe Flammen schlugen aus einer Filteranlage. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt.

Schwerte

, 16.08.2018
Bei Hundhausen löste ein defekter Hydraulikschlauch ein Großfeuer aus

Alle Kräfte der Feuerwehr Schwerte sind bei Hundhausen im Einsatz. © Löschzug Villigst

Update, Freitamorgen

Noch am Tag des Unglücks nahm auch der Brandermittler der Polizei seine Arbeit auf. „Es muss ganz klar eine technische Ursache haben“, zitiert Polizeisprecherin Ute Hellmann das Ergebnis der Untersuchungen. Ein defekter Hydraulikschlauch habe das Feuer ausgelöst. Ob dieser möglicherweise mit einem lauten Knall platzte, was einige zunächst an eine Explosion denken ließ, konnte Unternehmenssprecher Dransmann nicht sagen. Auf jeden Fall aber habe sich Hydrauliköl entzündet. Die Rauchentwicklung war so stark, dass die Polizei sogar Anrufe von besorgten Autofahrern erhielt, die in der Nähe von Schwerte auf den Autobahnen A1 und A45 unterwegs waren.

„Die Schadenshöhe muss noch ermittelt werden“, hieß es vonseiten der Georgsmarienhütte weiter. Im Zuge des Brandes musste die Produktion in gesamten Betrieb von Hundhausen zeitweise eingestellt werden. Nach der Freigabe durch die Feuerwehr konnte die Arbeit in einzelnen Bereichen der Fabrik wieder aufgenommen werden. „Wann die komplette Fertigung wieder anlaufen kann, ist derzeit aber noch unklar“, so Sprecher Dransmann: „Es wird mit allen Kräften an einer schnellen Wiederaufnahme gearbeitet.“ Normalerweise sind rund 530 Mitarbeiter in dem Betrieb beschäftigt, der hochwertige Gussteile für den Automobilbau, Land- und Baumaschinen, Maschinenbau und Bahntechnik herstellt.

Update, 11.10 Uhr:

Das Feuer ist gelöscht, die Feuerwehr ist allerdings noch damit beschäftigt, einzelne Glutnester zu löschen. Olaf Patzke, Einsatzleiter der Feuerwehr, berichtet, dass der Alarm um 8.40 Uhr eingegangen sei. Beim Eintreffen seien zehn Meter hohe Flammen aus einer Filteranlage geschlagen, die Rauchwolke habe man bis Villigst gesehen.

Auf einer Grundfläche von 100 Quadratmetern brannte die Halle, in der die Schmelze und die Gießerei untergebracht sind, so der Einsatzleiter. Die erste Einschätzung aus der Leitstelle, dass die Schmelze explodiert sei, bestätigte Patzke nicht. Betroffen war wohl die Filteranlage.

70 Feuerwehrleute waren im Einsatz, sie rückten mit fünf Strahlrohren, mit einer Leistung zwischen 200 und 400 Liter Wasser pro Minute, gegen die meterhohen Flammen vor. Mit diesem massiven Einsatz habe man eine Ausbreitung des Feuers verhindern können, so Patzke. Ein Feuerwehrmann wurde dabei leicht verletzt. Er bekam wohl mit hohem Druck Wasser ins Auge.

Ursprungsmeldung, 9.50 Uhr:

Großer Feuerwehreinsatz bei der Firma Hundhausen in Schwerte: Seit 8.40 Uhr brennt es in der Gießerei, alle Kräfte der Schwerter Feuerwehr sind vor Ort. „Die Schmelze ist wohl explodiert, dadurch stand das Gebäude in Vollbrand“, so Alexandra Zumdick aus der Leitstelle des Kreises Unna. Aktuell habe die Feuerwehr das Feuer aber unter Kontrolle.

Die gute Nachricht: Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen der Leitstelle, die mit einer mobilen Einsatzzentrale vor Ort ist, niemand.

Die Rauchwolke des Brandes war am Morgen von Weitem zu sehen: „Wir hatten einen Anrufer, der die Rauchwolke von der Autobahn aus gesehen hat, und den Brand gemeldet hat“, so Zumdick.

Holzener Weg ist gesperrt

Unser Reporter vor Ort berichtet, dass Arbeiter und andere Beschäftigte draußen vor den Türen der Gießerei stehen. Auch Bürgermeister Dimitrios Axourgos und weitere Vertreter der Stadt waren bereits vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Nachdem der Werksleiter aber versichert hat, dass es keine Verletzten gibt, ist der Bürgermeister ins Rathaus zurückgefahren, um die Lage dort zu besprechen.

Bei Hundhausen löste ein defekter Hydraulikschlauch ein Großfeuer aus

Die Feuerwehr ist seit heute Morgen im Einsatz. © Mühlbauer

Der Holzener Weg ist aktuell gesperrt. Ein Fahrradfahrer, der durch den Einsatzort der Feuerwehr fuhr, ist über einen Wasserschlauch der Feuerwehr gestürzt, berichtet unser Reporter. Die Leute weichen über die Sonnestraße aus, daher kommt es zu Staus an der Kreuzung Sonnenstraße/Hörder Straße. Am Ostendamm stehen viele Lkws, die aktuell wohl nicht weiterkommen.

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