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Blutige Bussard-Attacke: Jogger angegriffen

In Berchum

Die Attacke kam lautlos. Von hinten. Ohne jede Vorwarnung. Plötzlich spürte Hans-Jürgen Schubert aus Ergste einen Schlag auf den Hinterkopf. Dann läuft ihm Blut in den Nacken. Aus dem Augenwinkel sieht der Jogger einen Schatten: Ein Bussard setzt zum nächsten Angriff an.

ERGSTE

von Von Annette Theobald

, 01.06.2012

Durch lautes Händeklatschen kann Hans-Jürgen Schubert den Raubvogel in die Flucht schlagen. Der Angriff passierte am Donnerstagvormittag in Berchum.

Dem Vogel gibt Hans-Jürgen Schubert keine Schuld. Er weiß, dass er sich nur in seinem Revier bedroht gefühlt hat. „Wer sich in der Natur rumtreibt, muss mit sowas rechnen.“ Schubert will keine Panik schüren, nur zu Obacht mahnen. Es sei ein Zufall gewesen, mehr nicht. Dass Bussarde in der Brutzeit – Anfang Mai bis Ende Juni – Menschen attackieren, ist nicht so ungewöhnlich, wie der Stadtförster Christoph Jendrusch weiß. „Normalerweise sind das aber nur Scheinangriffe mit Kreischen und Flattern.“ Imposant sind sie angesichts einer Flügelspannweite von bis zu 135 Zentimetern dennoch. Seiner Ehefrau ist dies vor zwei Jahren im Schwerter Wald ebenfalls passiert.

Die Raubvögel verteidigen ihre Nester und ihre flüggen Jungen – dabei sehen sie Eindringlinge in einem Umkreis von 200 bis 300 Quadratmetern als Bedrohung an. „In der Regel sind Jogger betroffen, vermutlich wegen der Geschwindigkeit“, sagt Jendrusch. Was tun, wenn ein Vogel angreift? Christoph Jendruschs Rat: „Am besten die Beine in die Hand nehmen und mit den Armen über dem Kopf zappeln, das schreckt die Vögel ab.“  

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