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Bombe in Wandhofen entschärft - Straße gesperrt

Hagener Straße

Eine 125-Kilogramm-Sprengbombe amerikanischer Herkunft haben Experten des Kampfmittelräumdienstes am Montagnachmittag auf dem früheren Lagerplatz der Tiefbaufirma Köster am Kreisel Hagener Straße / Wandhofener Straße entdeckt. Die Straße war für knapp eine Stunde gesperrt - dann war die Bombe entschärft.

SCHWERTE

, 24.11.2014

Um 17.40 Uhr ist die Hagener Straße gesperrt worden - gegen 18.30 Uhr wurde sie wieder freigegeben. In dieser Zeit bildete sich ein Stau, in dem zum Beispiel auch ein Linienbus nach Hagen auf die Weiterfahrt wartete. Der Grund für die Verzögerung: Die Entschärfung der gefundenen Bombe war etwas schwieriger, wie ein Polizist erklärte. Einer der beiden Zünder sei verbogen gewesen, was die Arbeit der Experten etwas komplizierter machte. Doch dann kam die Entwarnung und die Freigabe für den Verkehr. 

Am Nachmittag war in etwa sechs Metern Tiefe das gefährliche Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Zunächst hatte es geheißen, dass Anwohner in einem Umkreis von rund 100 Metern evakuiert werden müssten. Das Schwerter Ordnungsamt ging davon aus, dass rund zwölf Häuser in der Oberen Meischede und in der Hagener Straße geräumt werden müssten. Auch die benachbarte Tankstelle müsse stillgelegt werden.

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Bombe in Wandhofen entschärft

Eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Montagabend in Wandhofen entschärft worden. Dafür musste die Hagener Straße für fast eine Stunde gesperrt werden.
24.11.2014
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Geschafft: Ohne die beiden Zünder liegt die Bombe festgezurrt auf der Ladefläche zum Abtransport bereit.© Foto: Reinhard Schmitz
Auch ein Linienbus nach Hagen musste in der Schlange auf der Hagener Straße warten, bis die Bombe entschärft war.© Foto: Reinhard Schmitz
Eine Dreiviertelstunde lang blieb die Durchfahrt an der Hagener Straße in Höhe des Wandhofener Kreisels gesperrt.© Foto: Reinhard Schmitz
Im warmen Streifenwagen ließen die Polizisten den zweijährigen Can-Joel und seine Mama Annette Kwiecian warten, die von einem Penny-Einkauf nicht zurück zur Oma nach Wandhofen konnten.© Foto: Reinhard Schmitz
Der städtische Bombenexperte Georg Wurzel zeigt die entschärfte Bombe.© Foto: Reinhard Schmitz
Auch ein Linienbus nach Hagen musste in der Schlange auf der Hagener Straße warten, bis die Bombe entschärft war.© Foto: Reinhard Schmitz
Geduldig warteten die Autofahrer in der Schlange auf der gesperrten Hagener Straße.© Foto: Reinhard Schmitz
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Doch dann kam es etwas anders: Während Geschäfte tatsächlich geschlossen wurden, durften die Anwohner in ihren Wohnungen bleiben. Aufgrund der Tiefe, in der die Bombe gefunden worden war, sei die Gefahr für die Wohnhäuser nicht so groß. Die Hagener Straße musste jedoch komplett gesperrt werden. Dabei bewiesen die Polizisten Herz: Ein Kind, das beim Warten ganz stark fror, durfte sich zum Aufwärmen ins Polizeiauto setzen - ein Traum ging in Erfüllung.

Auf die Verdachtsflächen waren die Behörden gestoßen, nachdem der Lagerplatz geräumt und neu geschottert worden war. Nach Auswertung von Luftaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg nahmen Experten in der vergangenen Woche eine Untersuchungen mit Bohrungen in einem bestimmten Raster vor. Dabei kristallisierten sich zwei Verdachtsflächen heraus, die mit einem Bagger tief freigelegt wurden. Unter der ersten gab es am Montag schnell Entwarnung, weil man nur auf einen alten eisernen Schmutzwasserkanal stieß. An der zweiten Stelle wurden die Experten dann jedoch fündig.

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