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Der nanoTruck: Blick in die Welt des Allerkleinsten

SCHWERTE Selbstreinigende Kleidung, flüssiges Eisen gegen Krebs: RTG-Schüler blickten in die Welt der ganz kleinen Teilchen und erfuhren, was dort alles möglich ist. Der nanoTruck machte in Schwerte Station.

von von Anne Petersohn

, 29.08.2008
Der nanoTruck: Blick in die Welt des Allerkleinsten

Flüssiges Eisen gegen Krebs: Dr. Christian Deutscher erklärte, wo Nanotechnologie zum Einsatz kommt.

Der Weg durch die Schiebetür führt in eine andere Welt, in ein kleines Raumschiff. In Silber- und Gelbtönen schimmert der Nanokosmos durch die Glasscheibe. „Eine unvorstellbar winzige Welt“, fasst eine Lautsprecher-Stimme zusammen, die die Oberstufenschüler des Ruhrtal-Gymnasiums auf ihrer Reise in die Welt der Nanotechnologie begleitet. Im nanoTruck erhielten die Jugendlichen gestern einen Einblick in die Möglichkeiten winzig kleiner Elemente – mit anschaulichen Modellen, Vergleichen und vielen Beispielen aus der Praxis.

„Ein Nanometer ist 50 000 Mal kleiner als die Dicke eines Haars“, erklärte Dr. Georgia Wessels, die den nanoTruck als Wissenschaftlerin begleitet. Auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung reist sie mit dem LKW quer durch Deutschland – und machte auch die Schwerter Schüler auf die Einsatzmöglichkeiten der Nanotechnologie aufmerksam. Da war das Bügeleisen, das mit einer Beschichtung gegen Kratzer geschützt ist. Oder das flüssige Eisen, das mit magnetischer Anziehungskraft als Mittel gegen Krebs zum Einsatz kommt. Auch selbstreinigende Textilien könnten eines Tages möglich werden. „Dann würde man keine Waschmaschinen mehr brauchen.“

Mit ihrer Ausstellung wollen die Initiatoren nicht nur das Interesse für Nanotechnologie in Architektur, Medizin oder Computertechnik wecken. „Es geht auch darum, den Schülern eine Berufsperspektive zu eröffnen“, sagt Dr. Georgia Wessels. Mit rund 50 000 neuen Arbeitsplätzen bis 2015 sei die Nanotechnologie ein stark wachsendes Marktsegment. „Da kann man vieles studieren oder eine Ausbildung in diesem Bereich machen.“ Genau das hat bei einigen Jugendlichen Interesse geweckt. „Ich finde vor allem spannend, was man im Bereich der Medikamente machen kann“, sagte Jasmin nach dem Besuch im nanoTruck. Die 20-Jährige möchte Medizin studieren – und kann sich jetzt eine Spezialisierung auf Nanotechnologie gut vorstellen.

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