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Die Carmina Burana in der Rohrmeisterei

Grandioses Gastspiel

Mit den ersten Tönen der „Carmina Burana“ wurde es mucksmäuschenstill in Halle III der Rohrmeisterei. Gebannt lauschte am Sonntagabend das Publikum dem unvergleichlichen "Oh Fortuna", das auch eingeschlossen in vier Wände einfach grandios klang.

SCHWERTE

von Von Stefanie Platthaus

, 23.08.2010
Die Carmina Burana in der Rohrmeisterei

Zur Eröffnung sprach Fritz Pleitgen einige Worte.

Die „Carmina Burana“ unter freiem Himmel, vorgetragen auf dem Plateau der Rohrmeisterei – das sollte der Eröffnungsfeier zur Local-Heroes-Woche die Krone aufsetzen. Wegen der hohen Platzregen-Gefahr wurde die Freiluft-Aufführung in die Rohrmeisterei verlegt. Aber auch hier entfaltete der Chor mit den Musikern einen mitreißenden Zauber. Der klare Gesang des Chores im Einklang mit den Pianisten, Trommel und Gong fingen die Zuschauer ein und riss sie einfach mit. Hinein in die Welt des Mittelalters. Das Aufblühen der Natur und der Liebe im Frühling entlockte Chor und Instrumenten sanfte, fröhliche und beruhigende Klänge.

Die derbe Sprache, die in den Schenken herrschte und die traurigen Gedanken eines gebratenen Schwanes wurden hingegen lustig und humorvoll vorgetragen. Und spätestens hier erkannten die Anwesenden: Latein ist keine tote Sprache. In der „Carmina Burana“ könnte sie lebendiger nicht sein.

Dann wurden wieder ernstere Töne angestimmt. Liebesgesänge, in deren Melodien man sich mit geschlossenen Augen mit wiegen wollte. Sanft und leise wurde es nun, wo Musik und Chor zuvor noch laut und schonungslos waren. Das Konzert schloss, wie es begonnen hatte: Mit dem legendären „Oh Fortuna“, das noch einmal alle Erwartungen sprengte. Der Saal vibrierte und beschwor ein unvergessliches Gefühl der Feierlichkeit und Ehrfurcht herauf.  

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