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Die Grünen: Bürgerticket soll Verkehr entlasten

SCHWERTE „Freie Fahrt für freie Bürger“: Das ist das Motto vieler Autofahrer. Die Grünen setzen nun das Bürgerticket dagegen.

von von Thomas Backs

, 07.08.2008
Die Grünen: Bürgerticket soll Verkehr entlasten

Die Grünen stellten das Bürgerticket vor.

Die Grünen wollen den Verkehr auf die Schiene verlegen. Mit dem solidarisch finanzierten „Bürgerticket NRW“, zu dem gestern eine Umfrage am Bahnhof stattfand. „Mobilität muss Allgemeingut sein“, erklärte Daniel Elfendahl, Geschäftsführer der Grünen im Kreis. Mit der Schwerter Ortsverbandssprecherin Monika Rosenthal hatte er sich am Bahnhofseingang positioniert, um Reisende und Pendler zum „Bürgerticket“ zu befragen.

„Die Resonanz der Leute, die den Nahverkehr nutzen, ist ausgezeichnet“, sagte Elfendahl, der zwanzig ausgefüllte Umfrage-Karten sammeln konnte. Die Umfrage läuft zurzeit landesweit. Im April 2009 wollen die NRW-Grünen ihren sozial-ökologischen Vorschlag im Düsseldorfer Landtag als Antrag einbringen. Das „Bürgerticket“, das allen Menschen in NRW freie Fahrt mit Bus und Bahn ermöglichen soll, ist Wahlkampfthema. Die Idee: Ein von allen Menschen in NRW per Umlage solidarisch finanziertes Ticket für den Nahverkehr. 15 bis 20 Euro im Monat, so viel sollen nach Vorstellung der NRW-Grünen gezahlt werden. Vier Fragen zu diesem Thema sind auf der Umfrage-Karte zu beantworten. Zudem gilt es den Satz „Ich würde eher Bahn/Bus fahren, wenn...“ zu vervollständigen. Die gesammelten Antworten der Kreisverbände sollen ins Konzept einfließen.

Vor dem Schwerter Bahnhof trafen die Grünen natürlich auf offene Ohren, auch die Schwerter Interessengemeinschaft Signal, die 232 Unterschriften für das „Sozialticket Schwerte“ gesammelt hatte, schaute vorbei und zeigte sich angetan. Zum Hintergrund: Im Kreis Unna wird nach den Sommerferien ein Konzept der Verwaltung für ein Sozialticket erwartet, das es in Dortmund bereits gibt. Der Kreistag in Unna hat das Projekt bereits abgesegnet. Und wie wollen die Grünen ihr Konzept passionierten Autofahrern nahe bringen, für die ein Bürgerticket ein rotes Tuch wäre? „Leute, die den ÖPNV nutzen, finanzieren ja auch die Autobahnen“, hält Daniel Elfendahl ihren Argumenten entgegen. Diskussionen mit Nahverkehrs-Verweigerern scheut er persönlich nicht. „Mir macht das sogar Spaß“ bekennt der Kreis-Geschäftsführer. Gespräche stehen für die Grünen auch mit den Verkehrsverbänden und der Landesregierung an. Elfendahl: „Die sieht das Ganze kritisch, speziell die FDP.“

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