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Die Legende vom Räuberhauptmann Dolf Mohr

Fackelwanderungen

Im Schutze der Dunkelheit, streifen 30 Holzener mit Fackeln durch die örtliche Landschaft und lauschen der Legende vom Räuberhauptmann Dolf Mohr. Nach über 160 Jahren erzählen sich die Holzener immer noch von seinen spektakulären Beutezügen. Geschichtenerzähler Ferdinand Friese lädt zu weiteren Führungen ein.

HOLZEN

15.11.2014

Er stahl Kartoffeln, um sie den Armen zu geben, überfiel Steuereintreiber und bildete eine Räuberbande. Räuberhauptmann Dolf Mohr vom Sommerberg war zwar ein gesuchter Räuber und Dieb, doch gleichzeitig auch ein Gutmensch. Auf seinen Kopf wurden am Wochenende, 8. und 9. November, zehn Taler ausgesetzt. Jedoch nur symbolisch. Denn sein Unwesen trieb Mohr mitte des 19. Jahrhunderts. Was die Holzener aber nicht davon abhielt, in ihrem Ortsteil auf Spurensuche zu gehen. Mit erhellenden Fackeln und einer Menge Geschichten machte sich Ferdinand Ziese mit einer rund 30- köpfigen Gruppe vom Gasthaus Ledendecker auf den Weg in Richtung Wannebachtal. Am Waldrand angekommen erzählt er dann die Geschichte, wie Mohr überhaupt zu seinem zweifelhaften Ruf kam.

In Auflehnung gegen die Obrigkeit entschied er sich zunächst, gestohlenes Gemüse an die arme Bevölkerung zu verteilen, wurde festgenommen und kam nur aufgrund eines falschen Alibis wieder frei. Bis ihm sein Gutmut zum Verhängnis wurde. Viele historisch belegte oder durch Legenden überbrachte Geschichten rund um das Leben des Räuberhauptmannes spielten sich in Holzen ab. Auf seinem Rundgang zeigte Ziese die spannendsten Facetten dieser Geschichte auf. Auf Initiative der CDU Ortsunion Höchsten, Holzen, Syburg sei die Idee und Zusammenarbeit zu der Wanderung entstanden, erklärt Ortsunionsvorsitzender Friedrich- Wilhelm Weber. Nicht zu verkennen sei aber auch die Bedeutung des 1984 von Katja Müller veröffentlichten Werkes „Ein Räuberleben in der 48er Revolution“. „Ohne dieses Buch, würde es unsere Führungen nicht geben“, erklärt Ziese. Als Abschluss der Wanderung gab es ein „Räuberhauptmanns- Essen“ in der Gaststätte Ledendecker. Ganz in der Nähe fand die Geschichte des Räuerhauptmanns auch ihr Ende. Auf der Flucht vor der Polizei wurde er schließlich 1851 erschossen. Der Polizist konnte sein Leben im Ortsteil nicht fortführen. Da er ihren „Helden“ getötet hatte, wurde er vom Volk geächtet.  

Anmeldungen für weitere Führungen per Mail an Ferdinand_ziese@web.de

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