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Die Schilderbilder der Künstlerin Simone Rynk

ERGSTE Fundstücke, die schon eine Geschichte erzählen, in Kunstwerke umwandeln: Das macht Simone Rynk am liebsten.

von von Larissa Heege

, 06.08.2008
Die Schilderbilder der Künstlerin Simone Rynk

Kreide und Acryl sind ihre bevorzugten Materialien.

Die Künstlerin sitzt in ihrem Wintergarten, den sie als Atelier nutzt. Bilder hängen und lehnen an den Wänden. In einem Schrank stehen etliche Farben und Pinsel. „Ich sammle gerne alte, verrostete Bahngleisschilder, bemale sie und gebe ihnen dadurch eine weitere Ebene“, beschreibt sie ihre Arbeit. Die Fundstücke müssen sie berühren und eine Geschichte erzählen. „Nicht kippen“ ist auf einem Schild zu lesen, das eine spröde, rostige Oberfläche hat und in ihrem Garten steht.

„Ich stelle mir die Geschichte eines Schildes vor, indem ich überlege, wann es aufgestellt wurde, wie viele Leute es gesehen, oder sich an seine Anweisungen gehalten haben“, erklärt die zweifache Mutter. Nur mit transparenten Farben gestaltet sie die Schilder, damit die Erzählungen des Fundstücks nicht verloren gehen. Hauptsächlich gebraucht sie Akryl und Kreide. Seit 15 Jahren abreitet Simone Rynk als Künstlerin, hauptberuflich ist sie Sozialpädagogin. Die Frau, die so viel Energie versprüht, holt sich ihre Inspiration aus Büchern, ihrer Fantasie und inneren Reisen. „Persönliche Erlebnisse verarbeite ich auch in Bildern“, berichtet die Ergster Malerin.

Ein Bild der letzten Ausstellung, mit intensiv blauen Farben, lehnt an der Wand. Die Struktur weckt Interesse. Erst auf den zweiten Blick sind viele Details zu erkennen. Muscheln und Holzplatten stellen die Körper der Fische dar. Auch hier hat Rynk Fundstücke eingearbeitet. Im Hintergrund sind die Stimmen ihrer beiden Kinder zu hören, begleitet von Hundegebell. „Da ich zu Hause arbeite, ist es nicht leicht mich auf die Malerei zu konzentrieren. Ich werde hier schnell abgelenkt“, bedauert die Künstlerin. Ihre neue Ausstellung ist für das Frühjahr 2009 geplant. Ein Bild mit einem weißen Tipi steht dafür schon im Atelier. Den Hintergrund hat Rynk mit einer Kratztechnik bearbeitet. „Natürlich werde ich auch gestaltete Bahngleisschilder ausstellen. Den Arbeitstitel kenne ich zwar noch nicht, aber die Ausstellung soll unter den Themen Schutz, Geborgenheit und sich zu Hause fühlen stehen. “

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