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Die artistischen Kunststücke der Ruhrwiesen-Kiter

SCHWERTE Den Blick auf den Himmel geheftet, verfolgen die Augen den Flug des bunten Lenkdrachens: Plötzlich beginnt er zu trudeln, dreht sich mehrmals um sich selbst, nur um kurz vor dem Boden wieder in die Luft zu steigen. Zufall? Mitnichten.

von von Nicole Jankowski

, 23.08.2008
Die artistischen Kunststücke der Ruhrwiesen-Kiter

Sonntagsmorgens gehört die Wiese unterhalb der Ruhrbrücke den Ruhrwiesen-Kitern.

Wer Sven Meyer von den Ruhrwiesen-Kitern am Sonntagmorgen beobachtet, sieht, wie der Schwerter für die Kunststücke seines Lenkdrachens richtig arbeiten muss. Immer wieder zieht er an den beiden Leinen, im schnellen Wechsel gehen seinen Arme nach hinten: rechts, links, rechts, rechts, links. Um mit seinem „Zweileiner“ die komplizierten Manöver auszuführen, bedarf es einer ausgefeilten Technik.

Und die braucht der Schwerter auch. Seit diesem Jahr fliegt Sven Meyer bei Wettkämpfen mit. „Mich hat der sportliche Wettstreit gereizt“, erklärt er. Jetzt gehe es nicht mehr nur darum, bestimmte Kunststücke zu beherrschen. Er müsse sie auch jederzeit, zu jeden Bedingungen und in einer bestimmten Reihenfolge fliegen können – wie seinen Lieblingstrick „Jacob‘s Ladder“. Auch die anderen Ruhrwiesen-Kiter beherrschen ihre Kunststücke. Aus Schwerte, Dortmund, Unna und Iserlohn kommen sie. Einmal in der Woche treffen sie sich zum gemeinsamen Fliegen. Auf den Wiesen unterhalb der Ruhrbrücke hat sich das bunte Trüppchen mit seinem Equipment ausgebreitet. Fünf bis sechs Drachen hat jeder dabei, für unterschiedliche Windstärken – von windstill bis stark.

Vor sechs Jahren hat sich die Gruppe um den Schwerter Markus Mußmann über das Internet zusammengefunden. „Das Trickfliegen ist sehr entspannend“, betont der Schwerter. „Ich kann dabei super abschalten. Außerdem ist man draußen und bewegt sich“. Das findet auch Rainer Michael Schmidt aus Iserlohn. Er ist noch nicht so lange dabei. Ruhig erklärt er seine Bewegungen: „Es kommt auf kleinste Impulse an.“ Schmidt fliegt eine Acht, dann ein Quadrat. Den Blick in den Himmel gerichtet, vergehen die Stunden wie im Flug. 

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