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Diebe rauben aus Voliere mehr als 50 Zucht-Tauben

Zeugen gesucht

Haufenweise weiße Federn im Dreck. Dazwischen die Reste zerschlagener Vogeleier sowie eine tote Taube. Und eine unheimliche Stille. Fassungslos steht Wolfgang Rassfeld in der leeren Voliere, in der tags zuvor noch über 50 Rassetauben gurrten. Diebe haben sie geraubt.

SCHWERTE

von Von Reinhard Schmitz

, 11.06.2012

Den Erfolg von 20 Jahren Zuchtarbeit haben Unbekannte in der Nacht zu Montag geklaut. Fuchs oder Marder sind außer Verdacht. „Die knacken keine Schlösser“, erklärt Wolfgang Rassfeld aus Holzen: „Das müssen Zweibeinige gewesen sein.“

 Und die machten kräftig Beute. Denn in dem Taubenschlag flatterten keine gewöhnlichen Brieftauben, sondern äußerst seltene Höhenflugtauben. Den sogenannten Orientalischen Rollern hat sich der frühere Werksmaurer von Hoesch in seiner Freizeit verschrieben. Ihren Wert schätzt er auf mehr als 50 Euro pro Exemplar. Über den rückwärtigen Zaun – so vermutet der 69-Jährige – sind die Täter wohl auf sein Grundstück am Köttersweg geschlichen. Denn auf dem Hof vor dem Fachwerkhaus wacht Schäferhund Orno: „Wenn der anschlägt, bin ich wach.“

Lediglich neun Orientalische Roller sind von der ganzen Zucht übrig geblieben. Sie schliefen sicher auf dem Dachboden des Wohnhauses. Für die Weiterzucht reichen die verbliebenen Tiere kaum aus.  Hinweise an die Polizei unter Tel. 921-3320 oder 921-0.  

Hintergrund
Die Bezeichnung der Taubenrasse "Orientalischer Roller" ist eine Wort-Kombination ihrer Herkunft und ihres besonderen Flugstils: Die Tauben stammen ursprünglich aus dem orientalischen Raum. Sie fliegen in sehr große Höhen und kehren dann um die eigene Achse trudelnd wieder zurück zur Erde. 

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