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Dubiose Gewinnbenachrichtigungen im Briefkasten

Verbraucherzentrale warnt

SCHWERTE Mit dem Postboten kam für viele Schwerter am Dienstag eine vermeintliche Gewinnbenachrichtigung über 946,72 Euro. Doch statt eines Gewinn, wartet auf Ahnungslose hier eine Verkaufsfahrt.

von Von Iris Woitschell

, 10.08.2010
Dubiose Gewinnbenachrichtigungen im Briefkasten

Der ehemalige Polizist, Oberschichtmeister Ernst Kunert, lässt sich durch das Schreiben nicht in die Irre führen.

Tippt man den Namen Dr. Böhm und Schneider in eine Internetsuchmaschine ein, tauchen sofort die Stichworte „dubioses Gewinnschreiben“ und „Kaffeefahrt“ auf. Und so ist es auch, weiß Angelika Weischer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Schwerte. Bereits vor einigen Wochen habe es diese Gewinnbenachrichtigungen gegeben, damals war der Absender Krause und Partner, der Text war derselbe. „Von einem Gewinn ist in dem Schreiben nicht die Rede“, erklärt sie. Lediglich von einem „Restguthaben“. Dieses Restguthaben werde dann auf einer Verkaufsreise verrechnet.

„Die Verkäufer sind psychologisch und rhetorisch derart geschult, dass die Verbraucher unter Druck gesetzt werden und sich kaum wehren können“, so Weischer. Das Restguthaben werde nie ausgezahlt und den versprochenen gratis-Express-Kaffee-Automaten bekamt niemand. Das Problem: Es macht keinen Sinn, gegen Dr. Böhm zu klagen. „Diese Schreiben sind meist so verfasst, dass sie haarscharf am Betrug vorbei agieren“, erklärt Polizei-Sprecherin Ute Hellmann. Verkaufsfahrten sind rechtlich nicht verboten. Angelika Weischer: „Ich kann die Verbraucher nur warnen.“ Sie sollten auf keinen Fall etwas unterschreiben und den Brief am besten wegschmeißen. 

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