Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Ehrenamtliche helfen im Alltag

Familienpaten

SCHWERTE Ein halbes Jahr einer fremden Familie helfen, das haben sich die Paten im AWO-Familienzentrum Holzen vorgenommen. Behördengänge abnehmen, Unterstützung im Haushalt oder für einige Stunden auf die Kinder aufpassen – dies werden ihre Aufgaben sein.

von Von Annika Koenig

, 03.08.2010
Ehrenamtliche helfen im Alltag

Die Paten besprechen ihre Aufgaben in den Familien.

Acht Männer und Frauen, die ehrenamtlich Familien unterstützen wollen, haben sich bisher bei Projektbetreuerin Maria Leismann-Nentwich gemeldet. Sie leitet das Projekt des Förderprogramms „Stärken vor Ort“. Ziel ist es, Familien und Alleinerziehenden, die Hilfe benötigen, und solche, die gerne helfen möchten, zueinander zu führen. „Hierbei geht es nicht um soziale Härtefälle, sondern um Alltagsschwierigkeiten“, erklärt Maria Leismann-Netwich. „Da müssten sonst Fachkräfte ran. Ein Pate dagegen begleitet die gestresste Mutter in den Supermarkt oder passt abends auf die Kinder auf. Es ist uns wichtig, dass sich sowohl Familien als auch Paten wohlfühlen.“

Denn für manche ist der Schritt, um Unterstützung zu bitten, immer noch eine Überwindung. Besonders Frauen, die stark und unabhängig sein wollen, fiele es schwer, so die Projektbetreuerin. Die Helfer, die sich gemeldet haben, können das verstehen. „Für viele ist es noch eine Hemmschwelle“, gibt Monika Kurtz-Rehm zu bedenken. „Ich arbeite in einer offenen Ganztagsschule; dort bekomme ich solche Schwierigkeiten mit. Deshalb will ich helfen“.

Auch Albert Wineke möchte Familien etwas Gutes tun: „Ich habe immer Glück gehabt im Leben, aber ich weiß, andere hatten es vielleicht nicht immer“, so der Pate. Er hat sich bereits mehrere Jahre ehrenamtlich um eine alte Dame gekümmert. Der Solidaritätsgedanke ist tragend für das Projekt, aber zur Motivation muss auch eine Qualifizierung kommen. In 30 Unterrichtsstunden werden die Teilnehmer im Herbst auf ihre Tätigkeit vorbereitet.

Die Themenbereiche sind unter anderem Entwicklung von Kindern, Förderung und gesunde Ernährung, aber auch die richtige Kommunikation, wenn zwischen Pate und Familie mal etwas nicht gut läuft. Zunächst werden sie die Familien für sechs Monate betreuen. Wer sich noch als Familie oder als Pate melden möchte, kann dies jederzeit beim AWO Familienzentrum tun, Tel. 9810 60.

Lesen Sie jetzt