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Ein Künstlerhaus am Markt

SCHWERTE Klein quetscht sich das schmalbrüstige Schieferhaus zwischen die vielstöckigen Geschäftshäuser am Marktplatz. Groß herauskommen soll es als Künstlerhaus.

von Von Reinhard Schmitz

, 07.12.2007
Ein Künstlerhaus am Markt

Mit Kerzen müssen Birgit Breer (l.) und Eva Witter-Mante die Räume des künftigen Künstlerhauses noch erhellen.

Viel mehr als einen Ersatz für ihre Ateliers neben der Rohrmeisterei, aus denen sie überraschend herausgekündigt wurden (wir berichteten), haben Eva Witter-Mante und Birgit Breer gefunden. Die Atmosphäre im Herzen der City wird ihr künstlerisches Schaffen weiter beflügeln.Mietvertrag über zehn Jahre geschlossen Gerade getrocknet ist die Tinte unter dem zehnjährigen Mietvertrag, den die Künstlerinnen mit Giesberg Immobilien abgeschlossen haben. Als überzeugter Schwerter zeigte sich der Vermieter spontan begeistert von den Plänen für das seit etwa zwei Jahren leer stehende Fachwerkhaus.  Eigentlich handelt es sich um ein Doppelhaus, dessen vordere Hälfte zur Kötterbachstraße zeigt. „Sie hat die schönste Verschieferung in Schwerte“, schwärmt Prof. Harald Mante von der Vielfalt der Verlegemuster. Eher unscheinbar lugt dagegen die nur 3,60 m breite Rückseite zwischen der knallgelben Modeboutique und dem grünen Friseurgeschäft am Marktplatz hindurch. Aus hässlichem Entlein soll Schwan werden „Wir wollen das hässliche Entlein vom Markt zum Schwan hochpäppeln“, kündigt Prof. Mante an. Während Eva Witter-Mante im Erdgeschoss an ihren Plastiken arbeiten kann, bezieht Malerin Birgit Breer das Obergeschoss. Der Rest der 125 qm soll für Ausstellungen oder Präsentationen reserviert sein. Ganz weit in den Fantasien schwebt bereits ein „Schwerter Salon“ durch die Köpfe, in dem sich Künstler wie im alten Berlin treffen. Umbau beginnt schon nächste Woche Die Wirklichkeit besteht jedoch zunächst aus jeder Menge Maloche. Doch schon in der nächsten Woche wollen die Künstler und ihre Freunde in die Hände spucken, um das Haus zu entrümpeln. Noch gibt es weder Strom noch Licht, nur Kerzenschein. Auch ein kleiner Wasserschaden in einer Zimmerdecke muss noch behoben werden. Danach könnten mit dem Öffnen von Zwischenwänden die Renovierungsarbeiten starten. „Wir wollen sehen, dass die Räume im ersten Quartal 2008 fertig werden“, berichtet Prof. Mante. Eile ist nicht geboten. Denn mit dem Auszug aus der Rohrmeisterei, wo sie eigentlich alt werden wollten, haben die Künstlerinnen noch bis zum Jahresende 2008 Zeit.

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