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Ein tierischer Familien-Alltag

SCHWERTE Familie Köhler hat eine besondere Leidenschaft: Sie liebt Hunde aus dem Tierheim. Und am meisten solche, die sonst keiner haben möchte.

von Von Patrizia Carlucci

, 31.08.2008
Ein tierischer Familien-Alltag

Familie Köhler hat ein Herz für Tiere.

Sie sind alt, inkontinent, blind, sehen nicht gerade wie Laufstegmodels aus und machen eine Menge Arbeit. Pamuk und Bobby sind die Hunde von Familie Köhler. Pamuk ist schon zwölf Jahre alt und und ein typischer „spitz-verdackelter Allesmischling“. Er kläfft gerne und liebt die Kaninchen der Familie. Bobby ist rehbraun-grau-melliert und schon 15 Jahre alt. Er läuft ab und zu vor Schränke und verwechselt auf Grund seiner fehlenden Sehkraft Frauchens Nase schon mal mit einem saftigen Leckerchen.

Und Familie Köhler? Das sind Mutter Bärbel, Vater Michael und Tochter Katharina. Tierlieb waren sie schon immer. Mutter Bärbel war 30 Jahre lang in einem Katzenschutzverein aktiv und liebte ihre Samtpfoten. „Dann bin ich allergisch geworden. Auf Hunde reagiere ich aber nicht“, erklärt die Tierfreundin. Über die Internetseite des Schwerter Tierheims sind die Köhlers dann auf Pamuk und Sinan aufmerksam geworden. Liebe auf den ersten Blick sei es gewesen, allerdings nicht für alle Familienmitglieder.

 „Als wir dann ins Tierheim gefahren sind, haben die Hunde so laut gekläfft, dass ich Angst vor denen hatte“, erinnert sich die 16-jährige Katharina. Als Hund Sinan vor sieben Monaten an Krebs starb, war sie es dann, die Nachfolger Bobby im Internet ortete. „Das ist doch kein Hund!“, fand Vater Michael. Doch die Tochter setzte sich durch. Mittlerweile hat sich Bobby bei den Köhlers bestens eingelebt und diktiert nun gemeinsam mit Pamuk den Tagesrhythmus der gesamten Familie: Morgens um sechs Uhr geht es los. Die Hunde brauchen Futter und wollen ihre erste Runde an der Luft drehen. Dann müssen Herrchen und die zwei Frauchen los. Arbeit und Schule rufen.

„Die Tiere brauchen Medikamente. Die müssen regelmäßig gegeben werden. Deshalb haben wir alles genau durchorganisert“, erklärt Bärbel Köhler. Zwischendurch packt auch Oma Hannelore mit an. Die 83-Jährige wohnt mit im Haus und übernimmt gerne mal das Füttern oder lässt die Hunde in den Garten.

Selbst den letzten Urlaub richteten die Köhlers ganz nach ihren Vierbeinern aus. Ein richtiger Hundeurlaub sollte es werden. „Das ging aber mächtig nach hinten los“, erinnert sich Vater Michael. Statt der versprochenen hundefreundlichen Umgebung gab es überall nur Hundeverbote. „Jetzt machen wir erst einmal Urlaub zu Hause. Wir haben einen Garten mit Pool und fühlen uns mit unseren Hunden hier einfach am wohlsten“, meint Bärbel Köhler.

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