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Einrichtungen befürchten Mangel an Freiwilligen

Zivildienst

Gespannt wird in Schwerte die aktuelle Diskussion zur Aussetzung der Wehrpflicht verfolgt: Sollte die Wehrpflicht abgeschafft werden, würde das auch dem Zivildienst die Grundlage nehmen. Krankenhäuser und soziale Einrichtungen benötigen jedoch die zusätzliche Hilfe.

SCHWERTE

von Von Jan-Ole Niermann

, 26.08.2010
Einrichtungen befürchten Mangel an Freiwilligen

Zivildienstleistende werden in Krankenhäusern und anderen sozialen Einrichtungen gebraucht. Ein Wegfall durch die Aussetzung der Wehrpflicht könnte nur schwer zu kompensieren sein.

Um die Zivildienstleistenden kümmert sich im Evangelischen Krankenhaus (EKS) der Pflegedienstleiter Rolf Schwerdt. Die Pläne, einen bundesweiten Freiwilligendienst einzuführen, hält Schwerdt nicht für sinnvoll: „Es gibt Politiker, die glauben, dass man den Zivildienst durch das FSJ ersetzen kann. Das ist Quatsch.“ Das EKS und viele andere soziale Einrichtungen bräuchten die Zivildienstleistenden. Im EKS sind sie vor allem für Transportdienste und logistische Aufgaben zuständig. „Wir müssen abwarten, was mit dem Zivildienst wird“, fasst Schwerdt zusammen.

Zehn Zivildienstleistende gibt es beim DRK. Durch die Verkürzung auf sechs Monate fürchtet der Dienststellenleiter Markus Niessner im Frühjahr ein Problem: „Wir müssen neue Zivis suchen, doch dann ist der Markt leer.“ Generell hält Niessner nicht viel vom kürzeren Dienst: „Darum ist es vielleicht sinnvoll, direkt auf FSJler zu setzen.“

Im Marienkrankenhaus werden Zivildienstleistende unter anderem zum Patiententransport eingesetzt. „Wir brauchen solche Leute. Wenn der Zivildienst entfällt, dann können wir nur hoffen, dass sich genug Freiwillige finden“, berichtet Verwaltungsleiter Heinz-Jürgen Camen. Er glaubt, dass sich genug junge Menschen für einen freiwilligen Dienst melden: „Viele zeigen ja soziales Engagement, zum Beispiel in Vereinen.“ 

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