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Ekelmüll-Funde im Sommer: Verfahren eingestellt

In Schwerte und ganz NRW

Im Sommer ging es bundesweit durch die Medien: In Schwerte und ganz Nordrhein-Westfalen kippten unbekannte Täter Mülltonnen mit vergammelten Lebensmittelresten in die Landschaft. Wer die Täter waren und woher der Müll stammte, ist bis heute ungeklärt. Auch wenn die Polizei einige Spuren verfolgte.

SCHWERTE

, 27.10.2016
Ekelmüll-Funde im Sommer: Verfahren eingestellt

An der Ruhrtalstraße tauchten die ersten Ekelmüllfunde auf.

Letztlich wurden die Ermittlungsverfahren auch nicht zusammengefasst. Die meisten Verfahren sind längst eingestellt.

Rückblick: Am 16. Juni fanden Spaziergänger nahe der Autobahnauffahrt in Ergste ein gutes Dutzend zum Teil ausgeschütteter Mülltonnen mit ekelig stinkendem Inhalt. Überwiegend handelte es sich um Lebensmittel, die zum Teil auch bereits zubereitet waren. Die Seriennummern der Mülltonnen hatten die Täter abgefeilt. Ähnliche Funde gab es in verschiedenen Städten von NRW und sogar zwei Funde außerhalb.

Bereits am 30. Juni glaubte die Polizei in Essen, die Täter erwischt zu haben. Auf einem ehemaligen Firmengrundstück in Altenessen wurden zahlreiche Tonnen, in denen ähnliche Lebensmittel vor sich hin faulten, gefunden. „Bei der Firma handelte sich es um ein Unternehmen, das einst Lebensmittelabfälle für einen Mastbetrieb erhielt“, erläuterte Lars Lindemann von der Polizei in Essen am Donnerstag. Allerdings sei man sich mittlerweile sicher, dass in diesem Fall keine Abfälle von dem Firmengrundstück abtransportiert wurden.

Verfahren von Staatsanwaltschaft Hagen im August eingestellt

Auch bei der Stadtverwaltung in Essen betonte man, dass es sich nicht um den NRW-weit agierenden Täter handeln könne. Das Grundstück sei verkauft worden, berichtet Stadtsprecherin Jeanette von Lanken. Man habe mit dem alten und dem neuen Besitzer gesprochen. Am Ende habe der neue Eigentümer den Ekelmüll auf seine Kosten entsorgen lassen. „Damit war die Sache für uns erledigt“, so die Sprecherin.

Die Stadt Schwerte, die im Ergster Fall Strafantrag gestellt hatte, erhielt bereits im August Post von der Staatsanwaltschaft in Hagen. „Das Verfahren ist eingestellt“, sagte Stadtmitarbeiter Marco Gosewinkel auf Anfrage. Die Stadt könne es als Ordnungswidrigkeit weiterverfolgen. Auf den Entsorgungskosten in vierstelliger Höhe bleibt die Stadt deshalb sitzen.

Auch Essen stellte Verfahren ein

Ein ähnliches Schreiben ging beim Ennepe-Ruhr-Kreis ein. „Im September teilte die Staatsanwaltschaft Essen mit, dass man das Verfahren eingestellt hat“, so Kreissprecher Ingo Niemann am Donnerstag. Allerdings muss hier ein Privatmann die Entsorgungskosten tragen. In Sprockhövel waren die stinkenden Tonnen nämlich auf ein Privatgrundstück gekippt worden.

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Die Verfahren sind nie zusammengefasst worden, bestätigte auch Oberstaatsanwalt Dr. Gerhard Pauli aus Hagen. Es sei auch kein Täter zu ermitteln gewesen. Es habe nur dürftige Hinweise gegeben, so dass sich die Staatsanwaltschaft entschloss, das Verfahren mit dem Aktenzeichen Az 200UJS131/16 einzustellen. Das U stehe übrigens für unbekannter Täter.

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