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Entscheidung: Glocken von St. Viktor bleiben stumm

Schwerter Kirche

Die Kirchenglocken der Kirche St. Viktor am Schwerter Markt bleiben von 24 bis 6 Uhr stumm. Das hat das Presbyterium am Montagabend entschieden. Grundlage der Entscheidung ist ein Lärmgutachten vom 24. September.

SCHWERTE

, 18.11.2014
Entscheidung: Glocken von St. Viktor bleiben stumm

Seit August sind die Glocken von St. Viktor nachts nicht mehr zu hören. Der Grund: Ein Anwohner beschwerte sich über die Lautstärke.

Das Ergebnis der Schallmessung ist eindeutig: Die zugelassenen Spitzenwerte seien mehr als deutlich überschritten. Deshalb blieben die Glocken weiterhin zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens ausgeschaltet.

Im August hatte die Diskussion um den Glockenschlag, mit einer Anfrage beim Ordnungsamt begonnen. Das hatte dann der Gemeinde geraten, das Läutwerk abzustellen, denn das Immissionsschutzgesetz sei da eindeutig. Das Presbyterium handelte den Kompromiss mit den Nachbarn aus. Um dann allerdings mächtig Gegenwind von anderen Anwohnern der Stadt zu bekommen.

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Viele Bürger wollten den Glockenschlag erhalten wissen, als überlieferte Tradition. Insgesamt 768 Unterschriften sammelten sie für ihr Begehren. Die Kirche gab daraufhin ein Lärmgutachten in Auftrag. Am 24. September wurde zwischen 22.45 Uhr und 23.02 Uhr wurde im Haus von Claudia Westerheide der Schallpegel mit dem bekannten Ergebnis gemessen.

Mehr als 140 Mal ertönte die Stundenglocke der Kirche, die allerdings auch die Viertelstunden anschlägt, früher zwischen 22 und 6 Uhr. Eine Tradition, aber keine mit religiösem Hintergrund, wie auch Pfarrerin Kristina Ziemssen einräumte. „Es handelt sich um sogenanntes säkulares Läuten.“

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