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Erster Einsatz auf dem neuen Bürgerfriedhof

Schwerter Bürgerinitiative hat schon 54 freiwillige Helfer

Mit nagelneuem Gerät pflegen Ehrenamtliche städtisches Grün. Und retten so einen Stadtteilfriedhof vor der Schließung.

WANDHOFEN

, 06.04.2018
Erster Einsatz auf dem neuen Bürgerfriedhof

„Hier geht es lang.“ Dieter Schmikowski koordiniert den Arbeitseinsatz auf dem Friedhof. © Bernd Paulitschke

Punkt 14.30 Uhr war schon ein gutes Dutzend arbeitswilliger Ehrenamtler auf dem Friedhof in Wandhofen versammelt. Der erste Arbeitseinsatz auf dem neuen Bürgerfriedhof stand an. Im vergangenen Jahr hatte eine Initiative rund um den ehemaligen Ratsherren Dieter Schmikowski mit der Stadt einen Vertrag über die Pflege des Friedhofs an der Strangstraße geschlossen. Die Stadt hatte diesen Friedhof eigentlich mittelfristig schließen wollen, weil es zunehmend weniger Beerdigungen gab.

Nach großem Protest einigte man sich auf einen Pflegevertrag. Am Freitag begann die Pflege. Allerdings auch gleich mit kleinen Hindernissen. Die Toiletten in der Trauerhalle funktionierten nicht. Die Stadt ließ für die freiwilligen Arbeitskräfte einen Toilettenwagen aufstellen.

54 Freiwillige machen mit

„Wir haben insgesamt 54 Freiwillige, die in drei Gruppen mitarbeiten“, erklärt Schmikowski. „Das hier ist die Gruppe drei“, sagt er und verweist auf die ersten Arbeitskräfte. Die Gruppe sei später für die Gartengestaltung zuständig, heute müssen aber erst mal die Wege gefegt und die im Winter herunter gefallenen Zweige entsorgt werden.

Die Schubkarren, Besen und Rechen sind nagelneu. Die Gerätschaften stellt die Stadt. „Wir haben auch drei Rasenmäher zur Verfügung gestellt bekommen“, erklärt Schmikowski. Doch gemäht würde erst in zwei Wochen.

Es ist eine bunte Truppe, die hier im Einsatz ist. Ältere, wie Petra Bodenstein. Sie habe hier das elterliche Grab zu pflegen und möchte später auch in Wandhofen beerdigt werden, erklärt sie. Deshalb habe sie sich der Initiative angeschlossen. Für den 19-jährigen Lennart Brand sind das nicht die Überlegungen. Er ist im Schützenverein aktiv und unterstütze seinen Schützenbruder Dieter Schmikowski hier, erklärte er. Praktisch auch, dass der junge Mann als Friedhofsgärtner den anderen Profitipps geben kann.

Derzeit laufen die Fäden noch bei Dieter Schmikowski zusammen. Auf Dauer sollen die Gruppen, die jeweils einen Gruppenleiter haben, auch selbstständig arbeiten.

Doch nicht nur die Pflege, sondern auch die Verschönerung des Friedhofs planen die Ehrenamtlichen. So sollen mit Spendenmitteln neue Bänke aufgestellt und Teile der Trauerhalle verschönert werden. Die Stadt unterstützt die Gruppe mit 1000 Euro jährlich.

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