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Ex-FAB-Geschäftsführer sollen zahlen

Landgericht

Rund sieben Jahre nach dem Bekanntwerden der ersten Vorwürfe und zweieinhalb Jahre nach Anklageerhebung will die zweite große Strafkammer des Hagener Landgerichts jetzt die Akte Freizeit-Allwetterbad (FAB) schließen. Die Angeklagten sollen zahlen.

SCHWERTE

von Von Heiko Mühlbauer

, 19.06.2012
Ex-FAB-Geschäftsführer sollen zahlen

Ende 2009 wurde im Freizeit-Allwetterbad das letzte Mal geschwommen.

Dem angeklagten Ex-Geschäftsführer und den beiden ehemaligen Ratsherren und Aufsichtsräten wurde eine Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldauflage von jeweils 3000 Euro angeboten, erklärte eine Gerichtssprecherin am Montag. In der Anklage ging es um eine Gehaltserhöhung, die der damalige Aufsichtsratschef und sein Stellvertreter ihrem Geschäftführer gewährt hatten, ohne den restlichen Aufsichtsrat zu beteiligen. Das Gehalt solle um immerhin 40.000 Euro pro Jahr erhöht werden, legten die beiden Ratsherren im Jahr 2003 fest.Endgültige Einstellung folgt noch Dieses Vertragswerk wurde Jahre später im Zuge der Bäderaffäre von Ratskollegen aus dem zuständigen Ausschuss entdeckt. Nachdem die Staatsanwaltschaft das Verfahren bereits einmal eingestellt hatte, lag es jetzt seit zweieinhalb Jahren bei der zuständigen Strafkammer. Die terminierte den Prozess nicht, weil es zu viele vorrangige Haftsachen gäbe. Am 25. Mai erging dann der Beschluss, das Verfahren vorläufig einzustellen. Die endgültige Einstellung erfolgt aber erst, wenn die drei Beschuldigten die 3000 Euro bezahlt haben.  

Geht das gerichtliche Nachspiel weiter? Doch damit muss das gerichtliche Nachspiel um das Bad nicht beendet sein. Denn noch ist ein Verfahren offen, in dem der Ex-Geschäftführer gegen seine Kündigung vorgeht. Dieses Verfahren wurde mit Blick auf das Strafverfahren unterbrochen.

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