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Facettenreiches Sommerkonzert mit dem Trio Fortuna

SCHWERTE Das „Trio Fortuna“ gestaltete am Sonntag das vorletzte Konzert in der Rohrmeisterei. Dynamisch und vielfältig drückten die jungen Musiker den Werken von Brahms bis Piazolla ihren Stempel auf.

von Von Melanie Schwuchow

, 04.08.2008
Facettenreiches Sommerkonzert mit dem Trio Fortuna

Yumi Schmuck an der Klarinette.

Dass der Sommer seinen Höhepunkt überschritten hat, merkt man in Schwerte auch daran, dass sich die Reihe der Sommerkonzerte ihrem Ende zuneigt. Das „Trio Fortuna“ gestaltete am Sonntag das vorletzte Konzert in der Rohrmeisterei. Die jungen Musiker Yumi Schmuck (Klarinette), Angelo Bard (Violine) und Nicholas Rimmer (Klavier) präsentierten sich mit einem anspruchsvollen und abwechslungsreichen Programm, das sie mit dem „Trio für Klarinette, Violine und Klavier“ des armenischen Komponisten Aram Chatschaturian eröffneten. Die sichere Intonation der Musiker machte die ungewöhnliche Harmonik dieses Werkes zu einem Erlebnis.

Johannes Brahms´ Sonate für Klarinette und Klavier in f-moll, op.120, Nr.1 stand als nächstes auf dem Programm. Für eine junge Musikerin wie Yumi Schmuck eine große Herausforderung. Technisch dem Stück durchaus gewachsen, dominierte leider Nervosität ihre Interpretation. Sie änderte ihre „Kammermusik-Position“ nicht und drehte einem Drittel des Publikums den Rücken zu, so dass ihr schöner Ton und dynamische Vielfalt bei voll aufgeklapptem Flügel leider etwas untergingen.

Ebenfalls ein Spätwerk war eine der großen Violinen-Sonaten des 19.Jahrhunderts, die Sonate in A-Dur des belgisch-französischen Komponisten César Franck mit denen Bard und Rimmer das Konzert nach der Pause fortsetzen. Bard verstand es ausgezeichnet, die von Melancholie, Leidenschaft und lässigem Charme durchdrungene Komposition mit all seiner Farbigkeit darzustellen.

Paris war der Anknüpfungspunkt zu den letzten Stücken des Konzertes. Lange war die Stadt Wirkungsstätte des argentinischen Komponisten Astor Piazzolla. Zum Schluss wieder als Trio, intonierten die Musiker drei Tangos des eigenwilligen Komponisten. „Zur Abkühlung“ erklang aus den „4 Estaciones Portenas“, den vier Jahreszeiten, zunächst „Der Winter“, danach der Tango „Oblivion“ und zum Schluss „Der Sommer“.

Das Trio musizierte zum ersten mal an diesem Nachmittag völlig gelöst. Mit viel Spaß an der Rhythmik und Komplexität der Konzert-Tangos beendete das „Trio Fortuna“ dieses Konzert mit dem „Frühling“ als Zugabe und beendeten ihre leidenschaftliche Reise von Armenien bis Argentinien.

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