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Falsche Altersangabe: Schwerter schreibt Brief an Papst Benedikt

SCHWERTE „Lieber Papst Benedikt“, lautet die Anrede und Wolfgang Hegenberg nickt zufrieden. Denn Hegenberg weiß: Im Papst-Buch stimmt etwas nicht.

von von Sabrina Staks

, 13.08.2008
Falsche Altersangabe: Schwerter schreibt Brief an Papst Benedikt

Der Schwerter Wolfgang Hegenberg schreibt einen Brief an den ?Heiligen Vater?.

Der Stift gleitet leicht über das gute, weiße Briefpapier. Schon zwei Mal hat er das Buch „Jesus von Nazareth“, dessen Autor seit dem Jahre 2005 Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche ist, gelesen und einen Fehler im achten Kapitel entdeckt. „Es stimmt etwas mit einer Altersangabe nicht“, berichtet der Schwerter und blättert in dem Buch. Auf Seite 267 hält er inne und zeigt mit dem Finger auf den letzten Absatz: „Hier steht, dass Bischof Papias von Hierapolis ca. 220 nach Christus gestorben ist.“

Das Todesjahr des Bischofs ist nach den Berechungungen von Wolfgang Hegenberg fraglich. Denn der Bischof hat die Glaubenslehre vom Presbyter Johannes empfangen. Dieser wiederum soll den Aposteln sehr nahe gestanden haben - vielleicht noch Jesus selbst gekannt haben. Wenn man davon ausgeht, dass die Menschen zur damaligen Zeit schätzungsweise 70 Jahre alt wurden, stellt sich für Wolfgang Hegenberg die Frage, wie der Presbyter Johannes zum einen Jesus und zum anderen den Bischof Papias gekannt haben kann. Der Presbyter müsste 150 Jahre alt geworden sein: „Und das kann ja wohl nicht sein“, meint der 59-jährige Schwerter und ergänzt: „Da ist es auch völlig egal, ob der Autor Uwe Fuhrmann oder Papst Benedikt heißt!“

Da ihn die Frage zu der Altersangabe nicht losließ, fasste Wolfgang Hegenberg den Entschluss, ein paar Zeilen an den Papst zu schreiben. Zuerst schickte er sein Anliegen digital als E-Mail. „Das war schon ein komisches Gefühl, eine E-Mail an den Papst“, berichtet er und erzählt, dass seine E-Mail jedoch ein paar Tage später zurückkam. Deshalb greift der 59-jährige Schwerter nun ganz altmodisch zu Papier und Stift. Die Anrede „Lieber Papst Benedikt“ bleibt, nur der letzte Satz hat sich verändert. Anstatt „Mit freundlichem Gruß“ steht jetzt unter dem Brief „Um Antwort wird gebeten!“

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