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Falschgeld in Schwerte gelagert - Mann angeklagt

Gerichtsprozess

Ein Gastwirt aus Dortmund ist bereits dafür verurteilt worden, Falschgeld im Wert von Hunderttausenden Euro aus Neapel in die Region gebracht und hier weiterverkauft zu haben. Zwischenlager war wohl ein Weinkeller in Schwerte. Nun musste sich ein weiterer Komplize vor Gericht verantworten - und gab dabei Rätsel auf.

SCHWERTE/DORTMUND

, 25.10.2016

Weil er in mindestens drei Fällen große Mengen Falschgeld aus Neapel in unsere Region geschmuggelt hatte, ist im Juli ein 49 Jahre alter Gastwirt aus Dortmund zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte im Prozess einen Geschäftsmann aus Schwerte schwer belastet. Im Weinkeller des Lebensmittelhändlers seien die Blüten zwischengelagert worden, gemeinsam habe man sie weiterverkauft.

Angeklagt ist nun ein mutmaßlicher Komplize des Schwerter Geschäftsmannes. Auf dessen Bestellung hin sollen im August 2015 Blüten im Nennwert von 200.000 Euro im ehemaligen Weinkeller des Schwerters gelagert worden sein.

Mehrere Namen, verschiedenes Alter

Die Richter der 36. Strafkammer standen am Dienstag vor einem schwierigen Verfahren, denn schon die Person des Angeklagten gibt allen Beteiligten Rätsel auf. Der Mann hat im Laufe der vergangenen Jahre mehrere Alias-Identitäten angenommen. Demnach ist er entweder 40 oder 42 Jahre alt.

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Im Sommer 2015 soll er bei einem Kriminellen in Neapel das Falschgeld bestellt haben. Für die 4000 gefälschten Fünfziger (Wert: 200.000 Euro) sei er bereit, 30.000 echte Euro auszugeben, teilte der Angeklagte angeblich mit.

Nachdem die Blüten jedoch in Autoreifen versteckt den Weg nach Schwerte angetreten hatten, soll sich der Angeklagte dann doch geweigert haben, die volle Menge abzunehmen. Erst im Laufe der Zeit – so die Anklage – nahm er einmal Scheine für 1500 echte Euro und einmal für 3000 echte Euro ab.

Angeklagter schweigt

Zu Prozessbeginn erklärte der Angeklagte auf Anraten seines Verteidigers Jan-Henrik Heinz, dass er zu den Vorwürfen schweigen wolle.

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