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Ferienprojekt endet mit 3D-Druck-Workshop

"Yes we're open"

Dass es nicht nur möglich ist, auf Papier, sondern auch komplette Gegenstände zu drucken, ist bekannt. Doch wie funktioniert der 3-D-Druck eigentlich genau? Was man alles mit einem 3-D-Drucker anstellen kann und was nicht, erfuhren Jugendliche beim Ferienprojekt „Yes, we‘re open" im Workshop „3-D-Kunst – Experimente am 3-D-Drucker“.

SCHWERTE

, 23.10.2016
Ferienprojekt endet mit 3D-Druck-Workshop

Die Jugendlichen modellieren ihre eigenen Schlüsselanhänger mithilfe eines Computerprogramms.

„Ein Tag ist relativ wenig Zeit, aber einen kleinen Einblick in das Thema können wir schon geben. Die Jugendlichen sind sehr interessiert und stellen viele Fragen“, sagt Philipp Hamann vom Kölner JFC-Medienzentrum aus dem Fachbereich „Kunst und Kabel“.

Hinter „Kunst und Kabel“ verbirgt sich ein sogenanntes Fabrication Laboratory (kurz Fablab), wo Kinder und Jugendliche in Workshops die Möglichkeit haben, mithilfe von traditionellen Werkzeugen und innovativen digitalen Tools (Computer-Werkzeugen) fantasievolle Produkte herzustellen.

Per E-Mail nach Köln geschickt

Der Künstler Julius Schmiedel führte die Jugendlichen in der Haselackstraße in das Thema ein und zeigte ihnen, wie sie am Computer ein Modell für einen Schlüsselanhänger erstellen können, das dann später gedruckt werden sollte. „Leider sind 3-D-Drucker noch sehr langsam. Je komplexer ein Objekt, desto länger dauert es. Daher können heute leider nicht alle ihr gedrucktes Ergebnis mit nach Hause nehmen“, erklärt Hamann.

Die Modelle, die während des Workshops nicht ausgedruckt werden konnten, werden per E-Mail nach Köln geschickt, dort ausgedruckt und den Teilnehmern innerhalb von ein bis zwei Wochen zugeschickt.

Hohe Frustrationstoleranz gefragt

Und auch bei der Erstellung der Modelle ist oft viel Geduld gefragt: „Für den 3D-Druck muss man ein kleiner Forscher sein. Man muss viel 'rumprobieren und eine hohe Frustrationstoleranz mitbringen, da es oft einfach nicht klappt, weil das Objekt zu komplex ist. Oder es dauert einfach sehr lange, bis man Erfolg hat“, so Hamann.

Die teilnehmenden Jugendlichen machten sich nach einer kurzen Einführung direkt selbst ans Entwerfen. Der 18-jährigen Alina gefiel besonders die Arbeit im Koordinatensystem: „Das kenne ich schon aus der Schule. Ich mag es, mit Figuren und Formen zu arbeiten. Jetzt bin ich gespannt, ob das, was ich mir überlegt habe, auch wirklich funktioniert.“

Am Freitag ging  das Projekt „Yes, we‘re open“ zu Ende. An mehr als 80 Veranstaltungen nahmen mehr als 400 Jugendliche in den Städten Hagen, Lünen, Schwerte und Herford teil. Überall nahm sich das Projekt je einen Leerstand in der Innenstadt. Seit Juli haben Jugendliche diesen Ort gestaltet und mit Leben gefüllt.

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