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Für Amokdrohung erwartet 15-Jährigen der Schulverweis

SCHWERTE Ein 15-Jähriger aus der Klasse neun schmierte die Amokdrohung an die Toilettenwand der Gesamtschule. Ihm drohen jetzt der Schulverweis und ein Strafverfahren.

von Von Reinhard Schmitz

, 11.12.2007
Für Amokdrohung erwartet 15-Jährigen der Schulverweis

Die Gesamtschule in Schwerte. Ein 15-jähriger Schüler schmierte eine Amokdrohung an die Toilettenwand.

„Er hat die Tat zugegeben“, erklärt Polizeisprecherin Ute Hellmann. Ihre Kollegen konnten den Kreis der Verdächtigen schnell eingrenzen, weil für den angeblichen Tattag in den neunten Klassen der Gesamtschule Klausuren angesagt waren.Einen freien Tag verschaffen Tatsächlich waren Schüler dieser Jahrgangsstufe in der Jungentoilette auf die Idee gekommen, dass man sich mit dem Wort Amok einen freien Tag verschaffen könne, berichtet die Sprecherin. Weil der 15-Jährige zufällig einen Edding dabei hatte, habe er auf den Fliesenspiegel die Worte „Ihr werdet alle sterben“ und das Datum „7.12.2007“ gekritzelt.Störung des öffentlichen Friedens    Über die Reichweite dieser Drohung sei er sich nicht bewusst gewesen, gab der 15-Jährige zerknirscht bei der Polizei an. Er habe niemals daran gedacht, ernsthaft eine Amoktat zu begehen. Trotzdem mussten die Beamten die Ermittlungsakten samt Fingerabdrücken und Täterfoto für ein Verfahren wegen „Störung des öffentlichen Friedens durch die Ankündigung von Straftaten“ an den Staatswanwalt weiterleiten.Ein deutliches Signal an die Schülerschaft Noch schneller wird der 15-jährige die schulischen Konsequenzen spüren. „Wir werden für Dienstag eine Teilkonferenz einberufen. Ziel ist die Entlassung aus der Schule“, kündigt Direktor Klaus Kruzinski-Irle an. Dem Kollegium bleibt kaum eine andere Wahl, nachdem dem Schüler erst vor vier Wochen wegen eines anderen Vergehens die Verweisung angedroht worden war. „Wir brauchen ein deutliches Signal in die Schülerschaft, dass wir uns so etwas nicht gefallen lassen“, betont Kruzinski-Irle.  

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