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Gesamtschule bleibt mit 60 Minuten Einzelfall

Unterrichtszeit

Eigentlich müsste es für Jugendliche 22,5 Minuten Unterricht und dann einen Werbeblock geben. Das wäre zeitgemäß. Die Gesamtschule bleibt trotzdem bei 60 Minuten. Dieses bewährte Konzept wird von den anderen weiterführenden Schulen in Schwerte nicht übernommen.

SCHWERTE

von Von Iris Woitschell

, 30.08.2010
Gesamtschule bleibt mit 60 Minuten Einzelfall

Die Gesamtschule Schwerte hat gute Erfahrungen mit der verlängerten Unterrichtszeit machen können.

Für Carla Rothe, Leiterin des Ruhrtal-Gymnasiums ist das 60-Minuten-Modell „nicht machbar“. Ohne veränderte Vorgaben des Ministeriums sei der Organisationsaufwand zu groß. Die Pflichtstundenzahl der Lehrer würde ebenso mit dem Konzept kollidieren, wie die Dauer von Klassenarbeiten.

Auch an den Realschulen wird der Unterricht weiterhin 45 Minuten dauern. Die Hauptfächer werden einmal in der Woche in einer Doppelstunde unterrichtet, damit fahre man laut Schulleiterin Annegret Grass moentan gut.  Mit dem Ausbau des Ganztages und dem Projekt Gemeinschaftsschule, das die neue Landesregierung forciert, soll die Schule zunächst in Ruhe wachsen. Die Argumentation der Eltern sei vor allem, dass die Kinder Probleme hätten, sich 60 Minuten lang zu konzentrieren.

Klaus Kruzinski-Irle hat an der Gesamtschule andere Erfahrungen gemacht: „Die Eigenleistung der Schüler wird größer.“ Jahrelange Evaluationen hätten ergeben, dass die Klassenarbeiten besser ausfallen. Zudem gebe es weniger Lärm im – und weniger Schäden am Schulgebäude. Kruzinski-Irle: „Ich glaube, man kann so oder so gute Schule machen, nur die Voraussetzungen sind bei 60 Minuten besser.“

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