Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Hoesch Schwerter Profile modernisiert Walzstraße

SCHWERTE Mit der größten Baustelle der Firmengeschichte modernisiert Hoesch Schwerter Profile seine Walzstraße. Geschätzte Kosten: 25 Millionen Euro.

von von Reinhard Schmitz

, 13.08.2008
Hoesch Schwerter Profile modernisiert Walzstraße

Alte Maschinenteile machen Platz für die Investition.

Schuttmulden statt Stahlblöcken baumeln am Haken: Ungewohnte Lasten schleppt der mächtige Laufkran quer durch die Hallenschiffe des Hoesch-Walzwerks. Entsorgungsarbeiten für die größte Baustelle, die das Unternehmen in seiner 140-jährigen Geschichte je erlebt hat. Rund 25 Millionen Euro werden in die umfassende Modernisierung der Walzstraße gesteckt. Für ihren ersten Schritt nutzen die Bauleute den Stillstand während der Werksferien. Die Investition steigert nicht nur die Produktionsleistung – im Zusammenspiel mit der gerade genehmigten 19-Schicht-Fahrweise – in Drittel auf rund 135 000 Tonnen im Jahr. Gleichzeitig erlaubt die neue Technik, den Kunden eine noch größere Vielfalt an Spezialprofilen anbieten zu können.

„Derart flexible Walzstraßen gibt es in Deutschland nur zwei“, berichtet Marketing-Spezialist Björn Szimarowski nicht ohne berechtigten Stolz in den Augen. Selbst auf der ganzen Welt können gerade einmal „eine Hand voll“ Betriebe mit dem Hoesch-Werk mithalten. Ein Ausbau der Stellung im Markt, der gleichzeitig einen großen Schritt zur Sicherung des Standortes bedeutet. Um in dieser Stahlprofil-Liga mitspielen zu können, wurde die Walzwerkshalle um einen Anbau erweitert, dessen Mauern fast bis an die Wandhofener Felder heranreichen. Die Stahlkonstruktion mit ihren beiden Kränen nimmt zwei Bauplätze auf, an denen künftig die Walzgerüste für das jeweilige Spezialprofil fix und fertig montiert werden. Auf großen Plattformen rollen sie anschließend zum Einbau direkt neben die Walzstraße. Lediglich 30 Minuten dauert der Wechsel auf ein anders geformtes Produkt.

„Die Umbaumaßnahmen schreiten wie geplant voran“, strahlt Bauleiter Jürgen Weber Zuversicht aus. Die nicht mehr benötigten Maschinen-Fundamente – bis zu 14 Tonnen schwere Blöcke – sind herausgerissen, ihre Nachfolger gegossen. Bereits in der nächsten Woche will Weber die Produktion wieder aufnehmen können. Bis dahin muss auch die Hydraulik und Schalttechnik laufen, die in einem ebenfalls frisch errichteten Gebäudeteil untergebracht ist. Noch werden Lichtwellenleiter in dem Raum angeschlossen, von dem aus Batterien von Rechnern per Lichtwellenleiter die Walzstraße vollautomatisch steuern sollen. Nach einer zweiten Umbauphase in der Winterpause soll die Modernisierung im Sommer 2009 abgeschlossen sein. 

Lesen Sie jetzt