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Hoesch Schwerter Profile prüft Stahlwerk-Bau

SCHWERTE Noch hat die Gladio GmbH einen einzigen Angestellten. Er könnte bis zu 250 Kollegen erhalten, wenn die Stahlwerk-Pläne im Hoesch-Profilwerk Wirklichkeit werden.

von von Reinhard Schmitz

, 26.08.2008
Hoesch Schwerter Profile prüft Stahlwerk-Bau

Auf der Wiese hinter dem Walzwerk könnte das neue Stahlwerk entstehen.

Um ihre Materialversorgung langfristig zu sichern, treibt die Calvi-Gruppe das Projekt bis zur Baureife voran. „Die Rohmaterialpreise haben sich in den vergangenen fünf Jahren nahezu verdoppelt“, möchte Geschäftsführer Dr. Lothar Birkhäuser den Konzern von den Risiken des Weltmarktes abkoppeln.Teuerste Lösung: Der Stahlwerk-Bau Der Stahlwerk-Bau wäre mit Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe die teuerste Lösung. Parallel geprüft werden daneben drei Alternativen: Kauf oder Beteiligung an einem bestehenden Stahlwerk sowie langfristige Bezugsverträge zu festen Konditionen. Die Entscheidung fällt im letzten Quartal 2009. „Der Bau des Stahlwerkes wird als Projekt ernsthaft untersucht“, verweist Dr. Birkhäuser auf den fortgeschrittenen Planungsstand. Selbst an ein weiteres Löschfahrzeug zum Brandschutz und eine zweite Rangierlok ist gedacht. Bis Oktober soll ein Bauantrag bei der Stadt eingereicht, gleichzeitig das Immissionsschutz-Verfahren bei der Bezirksregierung eingeleitet werden. Das benötigte Gelände, eine 130 000 qm große Wiese hinter dem Walzwerk, konnte bereits im Vorjahr von ThyssenKrupp erworben werden.Flexibel und kompakt auf den Zeichnungen Auf den Zeichnungen entsteht ein sehr flexibles, kompaktes Werk mit einem Schachtofen, der dem neuen Kupolofen der Gießerei Hundhausen ähnelt. Dieses Verfahren ermöglicht die Wiederverwendung von Reststoffen aus der Stahlerzeugung. Bis zu einem Viertel der Produktion könnten aus Eisenerz- oder Feinstäuben gewonnen werden, die bislang nicht einsetzbar sind. Nachgeschaltet werden in einem großen Hallenschiff ein Stahlkonverter, eine Sekundärmetallurgie und eine sehr flexible Stranggießanlage, die jährlich rund 300 000 Tonnen Rundstranggießblöcke zu liefern vermag.Über die Hälfte der Produktion könnte nebenan verarbeitet werden Mehr als die Hälfte der Produktion könnte direkt nebenan im Profilwerk weiterverarbeitet werden. Der Rest soll die übrigen Standorte der wachsenden Calvi-Gruppe in Italien, Frankreich und den USA versorgen. Bislang erhält Schwerte von ThyssenKrupp jährlich noch 60 000 Tonnen Stahl fast zum Selbstkostenpreis. Dieser Liefervertrag, der 2005 Bestandteil des Werk-Verkaufs an die Calvi-Gruppe war, läuft jedoch Ende 2012 aus. Einen „Idealfall für unseren Standort“ nennt deshalb Betriebsrats-Vorsitzender Horst Köchling den Stahlwerk-Bau in Schwerte. Die Projektgesellschaft Gladio wählte schon den bezeichnenden Namen. Das lateinische Wort heißt frei übersetzt: „Für Schwerte“.

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