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Im Detail: Das ist der Schwerter Nachtwächter

Bilderreportage

Im Mittelalter streifte der Nachtwächter durch die Schwerter Straßen und Gassen, um die Bürger vor Gefahren wie Feuer und Dieben zu warnen und zu schützen. Heute führt er jeden Donnerstag Besucher durch die Altstadt. Was genau er für seine Aufgaben als Ordnungshüter bei sich tragen muss, sehen Sie in unserer Fotostrecke.

SCHWERTE

, 19.11.2014

126 Jahre lang frei war die Stelle des Nachtwächters in der Ruhrstadt. Am 17. Oktober 1876 hatte der Letzte seiner Zunft, ein gewisser Herr König, seinen Mantel an den Nagel gehängt, weil die neue Eisenbahn mit besser bezahlten Arbeitsplätzen lockte.Brauch 2002 wiederbelebt Dass der legendenumwobene Brauch im Jahre 2002 wiederbelebt wurde, ist dem Heimatvereins-Vorsitzenden Uwe Fuhrmann zu verdanken. Von einem Besuch im mittelalterlichen Rothenburg ob der Tauber brachte er die Idee mit – und gleich auch eine Hellebarde als Zeichen seiner Amtswürde. Das wacklige Gerät aus dem Deko-Laden machte bald schlapp und musste durch ein stabileres Modell ersetzt werden. Auch Handlaternen verschliss Fuhrmann reihenweise, als sich seine abendlichen Führungen durch die Altstadtgassen zum Renner für Touristen, Gruppen und Vereine entwickelten.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Der Schwerter Nachtwächter im Detail

Den Beruf des Nachtwächters gibt es in Schwerte bereits seit dem Mittelalter. Zu seinen Aufgaben gehörte es, nachts durch die Straßen der Stadt zu gehen und für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Heute führt er Besucher durch die historische Schwerter Altstadt. Was alles zu seiner Ausrüstung gehörte, erfahren Sie in unserer Fotostrecke.
13.11.2014
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Nachwächter Ferdinand Ziese.© Foto: Reinhard Schmitz
Dreispitz: Aus gewalktem Filz gefertigt, fängt die Kopfbedeckung den Regen auf, damit er dem Nachtwächter nicht ins Gesicht rinnt. Die Brokatborte dient nur zur Zierde.© Foto: Reinhard Schmitz
Abzeichen der Deutschen Gilde der Nachtwächter, Türmer und Figuren: Der Aufnäher auf dem rechten Arm zeigt an, dass der Schwerter Nachtwächter der Organisation in Bad Münder angehört.© Foto: Reinhard Schmitz
Handschuhe: Das Nubukleder hält Wasser ab und gibt ein besseres Griffgefühl. Das Innenfutter aus Wolle mit dem langen Schaft hält Finger und Arm warm.© Foto: Reinhard Schmitz
Hellebarde: Am langen Holzstiel dient sie dem Nachtwächter als verlängerte Axt. Mit der Eisenspitze lassen sich entstehende Brände ähnlich wie mit einem Feuerhaken auseinanderziehen.© Foto: Reinhard Schmitz
Horn: Das Kuhhorn dient dazu, Signale abzugeben. Die mittelalterlichen Nachtwächter mussten es auf ihrem Gang regelmäßig blasen, damit die Anwohner wussten, dass er auf der Hut ist.© Foto: Reinhard Schmitz
Handlaterne: Zum Anzünden der Kerze lässt sich der mit Metall beschlagene Deckel aufklappen. Die Querstreben schützen die Glasscheiben vor Bruch. Gefertigt wurde die Laterne im Harz.© Foto: Reinhard Schmitz
Nachtwächtermantel: Der lodenähnliche Stoff mit dem Schulter-Überwurf schützt vor Regen und Kälte. Der Schnitt entstammt ein wenig der Fantasie von Designerin Bettina Wiegand, weil die mittelalterlichen Schwerter Nachtwächter keine einheitliche Uniform trugen.© Foto: Reinhard Schmitz
Heimatvereins-Orden: Vor der Brust wird der Verdienstorden getragen, den der Heimatverein Schwerte Uwe Fuhrmann für die Wiederbelebung des Nachtwächters verliehen hat. Der hat ihn Ende 2012 an den Nachfolger Ferdinand Ziese weitergegeben.© Foto: Reinhard Schmitz
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