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Immer weniger Einzelhändler machen mit

Sommerschlussverkauf

SCHWERTE Seit einer Woche läuft der Sommerschlussverkauf. Doch längst nicht alle Händler machen noch mit.

von Von Bastian Bergmann

, 01.08.2010
Immer weniger Einzelhändler machen mit

Bei Intersport wird noch zu traditionellen Sommerschlussverkaufszeiten die Ware reduziert.

Nicht nur, dass die Buchstaben „SSV“ fast flächendeckend durch das Wort „Sale“ ersetzt wurden. Sondern auch der einstige terminliche Fixpunkt für den Start der rabattierten Verkaufsaktionen ist in Schwerte längst durch dauerhafte Aktionen abgelöst worden. Nur vereinzelt findet man die Verfechter des einstigen Sommerschlussverkaufs dann doch noch. Günter Leiendecker, Eigentümer von Intersport, darf zu dieser Kategorie gezählt werden. „Die Kunden kaufen natürlich bedarfsorientiert. Der Zeitpunkt des SSV wird immer noch genutzt“, erklärt Leiendecker.

So werden Kunden in seinem Sporthaus auf der Suche nach stark reduzierter Sommerware schnell fündig. Bis zu 70 Prozent sind reine Sommerartikel reduziert, Zelte gibt es schon für 20 Euro. Das Lager müsse frei sein für die Herbst-/Winter-Kollektion. Da diene das alte SSV-Datum schon als Fixpunkt. „Obwohl wir auch schon eine Woche früher gestartet sind“, räumt Leiendecker ein.

Ganz anders sieht es da bei C&A und bei Hausfelder aus. „Wir reduzieren stetig und warten nicht bis Ende Juli“, erklärt Maria Albanito, Filialleiterin der Textilkette. Im Prinzip ist hier der Sommerschlussverkauf bereits vorbei. Die Schaufensterdekorationen sind herbstlich gestaltet und in den Abteilungen findet sich maximal noch ein Restbestand an Sommerware. Hartwig Tondera, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes in Schwerte und Eigentümer der Hausfelder-Lederwarengeschäfte, stößt ins selbe Horn. „Die Händler agieren flexibler, aber es ist ein zweischneidiges Schwert. Die Kunden können früher Schnäppchen machen, aber durch die in die Länge gezogene Reduzierungsphase ist die Verlässlichkeit nicht mehr gegeben“, betont er.

Früher nur für modische Artikel erlaubt, ist der Sommerschlussverkauf heute ein „Begriff für saisonabhängige Ware“, was dazu führt, dass selbst Gartencenter oder Baumärkte den Zeitpunkt nutzen. „Die Anpassung an das Kaufverhalten der Kunden war überfällig“, so Tondera. Deshalb gibt es bei ihm den klassischen SSV nicht mehr.

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