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Jugendzentrum Holzen: Villa Lichtblick

HOLZEN Der Holzener Weg schlängelt sich stadtauswärts - vorbei an Geschäften, Wohnhäusern, mal klassisch, mal modern. Und vorbei am Treffpunkt der Holzener Jugend: Der "Villa Lichtblick".

von von Felix Guth

, 29.08.2008
Jugendzentrum Holzen: Villa Lichtblick

Die Spieltische stehen im Mitelpunkt der Villa.

„Tor, Tor, Tor“, ruft Dennis am Kickertisch laut und schlägt mit seinem Partner Jens ein. Ein wichtiger Sieg beim Kickerturnier, das „Lichtblick“-Mitarbeiter Jens mal schnell auf die Beine gestellt hat. Wer ein klassisches Freizeitzentrum sucht, der läuft an der „Villa Lichtblick“ erst einmal vorbei. Zu unscheinbar wirkt das ehrwürdige Steingemäuer am Holzener Weg. Dafür geht's hinter den Türen von Nummer 37 umso lebhafter zu – hier pulsiert das junge Leben von Holzen, hier trifft sich die Jugend der Vorstadt.

Und die steht hier nicht nur am Kicker. Im Raum nebenan rollen Kugeln ganz anderer Art: Billard ist der Renner bei den Holzener Jugendlichen. In großen Gruppen stehen sie um den Tisch, bereden das Wichtigste aus Schule und Clique, es wird viel gelacht. Im ausladenden „Wohnzimmer“ ist die bunt bemalte Wand der Blickfang. „Mit einer Palme fing es an“, erinnert sich Jugendzentrum-Leiterin Ingrid Marheinke. Im Laufe der Jahre kamen verschiedene Motive in greller Sprühfarbe hinzu, die diesem Gemeinschaftsraum mit seinen Tischen und Sitzgelegenheiten eine besondere Stimmung verleihen.

Die Türen der „Villa Lichtblick“ - den Namen kreierten die Jugendlichen in einem Wettbewerb selbst - stehen für alle Altersklassen offen. Am frühen Nachmittag kommen die Jüngeren, den „Teenies“ von den weiterführenden Schulen gehören die Stunden bis zum Abend. Ab 18 Uhr steht allen ab 16 Jahren ein spezielles Angebot zur Verfügung: In einem Kraftraum können die Jugendlichen Gewichte stemmen oder sich an einem Sandsack abreagieren - alles natürlich unter fachkundiger Aufsicht, um Unfälle zu vermeiden.

In der „Villa Lichtblick“ herrschen klare Regeln, ohne dass lange Listen oder erhobene Zeigefinger darauf hinweisen müssen. An der Wand hängt lediglich eine „Ey Alter“-Liste. Wer zu großspurig und mit frechen Sprüchen auftritt bekommt einen Strich - der Spitzenreiter „darf“ dann am Ende der Woche gemeinsam mit den Mitarbeitern den Hof fegen. Häufig sind Ingrid Marheinke und ihre Kollegen auch einfach nur Zuhörer für die Sorgen der Jugendlichen. „Da fließt dann auch schon mal ein Tränchen“; sagt die Pädagogin.

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