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Kleinen Markt in Dr. Werner van der Zyl-Platz umbenennen

SPD-Antrag

Der Kleine Markt soll in Dr. Werner van der Zyl-Platz umbenannt werden. Das fordert die SPD-Fraktion in einem Antrag. Der Schwerter war ein bekannter jüdischer Gelehrter, der in der Nazi-Zeit Glaubensbrüdern bei der Flucht geholfen hatte.

SCHWERTE

13.01.2011
Kleinen Markt in Dr. Werner van der Zyl-Platz umbenennen

Wenn es nach der SPD geht, soll der kleine Markt in Dr. Werner van der Zyl-Platz umbenannt werden.

Der Ausschuss für Demographie, Stadtentwicklung und Umwelt wird in seiner nächsten Sitzung am 27. Januar über den SPD-Antrag beraten. Dr. Werner van der Zyl wurde 1902 in Schwerte geboren und verließ die Ruhrstadt zum Studium am jüdischen Lehrerseminar in Münster. 1929 schloss van der Zyl seine Ausbildung zum Rabbiner an der Berliner Hochschule für die Wissenschaft ab.

Nach Abschluss seiner Studien promovierte der gebürtige Schwerter 1931 an der Universität Gießen und wurde Rabbi des Friedenstempels in Berlin. Vor seiner Emigration 1938 organisierte van der Zyl die Ausreise jüdischer Jugendgruppen aus dem nationalsozialistischen Deutschland nach England. Nach seinem Tod 1984 wurde van der Zyl 1984 auf dem Hoop-Lane-Cemetry in London beigesetzt. Bekannt ist van der Zyl bis heute als Gründungsdirektor des renommierten Leo Baeck-Instituts in London. Baeck gehörte in den 1920er Jahren zu den bedeutendsten Vertretern des liberalen Reformjudentums. Das Leo Baeck-Institut gilt als wichtige Dokumentations- und Forschungsstätte für die Geschichte und Kultur des deutschsprachigen Judentums. Es trägt den Namen des 1956 verstorbenen Rabbiners und Holocaust-Überlebenden Leo Baeck. 

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