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Lebensretter Fahrradhelm

Schwerte fährt Rad

Der Fahrradhelm. Er schützt den Kopf. Aber Radfahrer verzichten trotzdem allzu gern auf ihn. Oberarzt Dr. Moritz Upmeyer hat in der Unfallchirurgie schon einige Kopfverletzungen nach Fahrradunfällen behandelt. Mit seinen Erfahrungen plädiert er für Helmpflicht.

SCHWERTE

von Von Julia Kowal

, 13.06.2012
Lebensretter Fahrradhelm

Unfallchirurg Dr. Moritz Upmeyer ist von der lebensrettenden Wirkung von Fahrradhelmen überzeugt.

Im Marienkrankenhaus hat der Oberarzt schon einiges gesehen: „Von einer kleinen Wundverletzung bis hin zu schwersten Schädelverletzungen kann alles auftreten, wenn man einen Fahrradunfall hat und keinen Helm trägt“, mahnt er.Helm reduziert Risiko schwerer Verletzungen Wer mit dem Fahrrad stürzt, kann sich ohne Helm Schädelbrüche und Hirnblutungen zuziehen. Im schlimmsten Fall können diese sogar zum Tod führen. „Mit einem Helm sind die Verletzungen nur leicht“, meint Upmeyer. „Da kommt es zu Schürfwunden und leichten Gehirnerschütterungen.“   Ein Helm wirkt wie eine Knautschzone. Dank der glatten Oberfläche gleitet er – und somit der Kopf – zum Beispiel von einer Bordsteinkante ab. Außerdem zerbricht bei einem Sturz die Hartschaumschale darunter. „Das ist gewollt, denn dadurch verteilen sich die Kräfte und wirken nicht auf den Kopf“, erklärt Upmeyer. Das Risiko, schwere Verletzungen zu erleiden, sinkt daher mit einem Fahrradhelm deutlich.

 Beim Skilaufen seien Helme mittlerweile akzeptiert, weiß der Unfallchirurg. Radfahrer würden hingegen allzu häufig auf ihren Lebensretter verzichten, besonders Gelegenheitsfahrer. „Erfahrene Radler fahren mit Helm“, so Upmeyer. meint der Mediziner.  Der Oberarzt selbst trägt einen Helm seitdem der thüringische Ministerpräsident Althaus 2009 seinen schweren Skiunfall hatte. Aber nicht nur sich selbst möchte er schützen: Er plädiert für eine Helmpflicht oder zumindest für eine starke Lobbyarbeit, damit mehr Radfahrer ihren Kopf schützen.

 Nicht nur Sicherheit sprendet der Fahrradhelm, Upmeyer betont schmunzelnd, dass er auch praktisch sei: „Wenn man Pause macht, kann man seine Sachen da einfach reinlegen“, sagt Upmeyer schmunzelnd. „Der Helm ist dann wie eine Handtasche.“

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